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Montage von Schiebetürbeschlägen

Die Montage von Schiebetüren aus Glas und Holz sind recht einfach vorzunehmen. Beachten Sie immer die Montageanleitung und Vorgaben des jeweiligen Herstellers.

Außerdem geben wir Ihnen hier einen allgemeinen Überblick über die Montage der Schiebetürbeschläge und des übrigen Zubehörs.

1. Montage von Schiebetürbeschlägen

Die Montage einer Schiebetür sowie ihres Beschlags ist generell auch durch einen Laien möglich. Wichtig ist hierbei, dass man mindestens zu zweit arbeitet. Bei einer besonders großen oder schweren Schiebetür kann es sinnvoll sein, für einige der Arbeitsschritte mehrere Menschen bereitstehen zu haben. Es empfiehlt sich zudem, vor der Montage jedes einzelne Teil sorgfältig zu reinigen. Auf diese Art verhindert man, dass später störende Partikel „mitmontiert“ werden. Legen Sie sich die nötigen Materialien bereit. Das werden in der Regel sein:
  • Bohrmaschine mit passendem Bohrer-Einsatz,
  • Wasserwaage & Zollstock,
  • Leiter,
  • Strom & Verlängerungskabel,
  • Staubsauger,
  • Bleistift zum Anzeichnen der Bohrlöcher,
  • passender Schraubendreher,
  • schnittfeste Arbeitshandschuhe.

1.1. Montage der Laufschienenprofile

Kürzen Sie gegebenenfalls die Laufschiene so, dass sie sowohl im geöffneten als auch im geschlossenen Zustand mit der Tür oben bündig abschließt. Achten Sie hierbei auf die Hinweise des Herstellers. Umso mehr Technik zum Beispiel ergänzend hinzugefügt werden soll, desto mehr Laufschiene benötigen Sie auch. Ob ein Kürzen und inwieweit ein Kürzen der Laufschiene nötig ist, ist dementsprechend vom einzelnen System abhängig. Um die passenden Bohrungen anzuzeichnen, müssen Sie zunächst die Bohrhöhe ermitteln. Hierbei rechnen Sie die Türblatthöhe plus der vom Hersteller angegebenen Millimeterzahl vom Boden. Halten Sie die Laufschiene an der entsprechenden Stelle an und richten Sie diese mit der Wasserwaage aus. Denken Sie gegebenenfalls bei einer Deckenmontage daran, dass Sie die Abstände von der Wand prüfen, damit der Abstand gleich ist. Beachten Sie auch die Angaben des Herstellers zu den horizontalen Abständen und den äußeren Befestigungen. Achten Sie dabei auf gleichmäßige Abstände. Bohren Sie nun nach Ihren Markierungen an den Stellen die Löcher in die Wand. Nun werden die verschiedenen Komponenten von Ihnen passend verschraubt. Da dies von Schiebetürsystem zu Schiebetürsystem stark voneinander abweicht, kann eine allgemeine Erklärung in diesem Punkt leider nicht konkretere Hilfestellung geben.

1.2. Montage der Klemmlaufwagen / Rollenwagen

Achten Sie bei der Montage der Laufwagen auf das nötige angegebene Werkzeug. Mit diesem Werkzeug verschrauben sie die Laufwagen mit dem Glas beziehungsweise dem Holz. Achten Sie darauf, dass auch beim Holz im Falle eines Verschraubens vorgebohrte Löcher vorhanden sind. Ohne eine solche Vorbohrung ist notwendig, um Bruch- und Splitterschäden am Holz zu vermeiden. Sobald die Laufwagen befestigt sind, können Sie die Schiebetür einhängen. Zum Einstellen der Schiebetür gibt es in der Regel in jedem Laufwagen eine sogenannte obere Madenschraube. Mit dieser Madenschraube lässt sich der Laufwagen in der Höhe und in seinem Abstand zur Wand regulieren. Bei dieser Tätigkeit sollten Sie unbedingt zu zweit sein. Vergessen Sie nicht, die Madenschraube nach dem Einstellen wieder festzuziehen. Achten Sie bitte auch hier auf die konkreten Hinweise des Herstellers bei Ihrem speziellen System. Wenn Sie beispielsweise noch Besonderheiten wie einen Mitnehmer in Ihrem System einbauen müssen, verändert sich der Ablauf leicht.

1.3. Verklebung von Glas

Wenn Sie sich für eine Lösung entschieden haben, bei der Sie das Glas verkleben müssen, so muss das beim Montieren der Laufwagen als Zwischenschritt passieren. Geben Sie nicht zu großzügig Kleber auf das Glas, sondern lieber an der gesamten betroffenen Stelle einen schmalen Streifen. Bei dicken Kleberpunkten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass etwas von dem Kleber herausgequetscht wird und Spuren hinterlässt. Bei dem System Muto ab L 80 gibt es für das Verkleben zum Beispiel ein spezielles Z-Zwischenlager für das Verkleben. IM Laufwagen gibt es einen besonderen Klebekanal, bei welchem das Material seitlich eingefüllt und ganz gezielt zum Glas geleitet wird. Überprüfen Sie generell im Anschluss an das Kleben das Glas und die Laufwagen, wegen eventuell ausgetretenen Klebstoffes. Wenn Sie diesen sofort vorsichtig entfernen, bleiben keine nachhaltigen Spuren zurück. Sparen Sie sich diesen Check zu diesem Zeitpunkt, können Sie die Klebespuren später nicht mehr so einfach entfernen. Zudem sollte die Klebemasse ausgehärtet sein, bevor Sie die Tür in die Laufschiene einhängen. Bitte beachten Sie hier noch einmal die konkreten Hinweise der Hersteller in der Montageanleitung.

1.4. Verschraubung von Holzschiebetüren

Beim Verschrauben einer Holzschiebetür bedenken Sie bitte unbedingt, dass Sie das Holz vorher an den entsprechenden Stellen vorbohren. Markieren Sie sich die Stellen mit einem Bleistift auf der Tür und bohren Sie vorsichtig vor. Nur auf diese Weise umgehen Sie sicher die Gefahr, dass das Holz splittert oder Risse bekommt. Sollte es sich um eine lackierte Tür handeln, müssen Sie bereits beim Vorbohren entsprechend vorsichtig sein, damit der Lack nicht absplittert.

1.5. Bodenführung

Wenn Ihr System über eine Bodenführung verfügt, müssen Sie diese in der Regel im letzten Schritt montieren. Zunächst stellen Sie dabei auf der Unterseite der Bodenführung die konkrete Glasdicke ein, mit der Sie es zu tun haben. Die Bodenführungen haben stets einen geringen Spielraum und sind für verschiedene Glasdicken geeignet. Damit die Schiebetür wirklich gut in der Bodenführung sitzt, muss sie nun von Ihnen eingestellt werden. Die Scheibe soll im Idealfall durch die Führung gleiten und nur über einen sehr geringen Spielraum verfügen. Nach diesem Schritt befestigen Sie die Bodenführung am Boden. Gängig ist hierbei eine Befestigung der Bodenführung mit zwei Schrauben. Allerdings kommt es hierbei auf die Beschaffenheit des Fußbodens. Im Falle einer vorhandenen Fußbodenheizung sollten Sie die Bodenführung eher verkleben als verschrauben. Falls Ihnen zu einem Wandbefestigungswinkel zur Bodenführung geraten wurde, so führen wir diese leider nicht in unserem Sortiment. Bei Unsicherheiten rund um die Bodenführung können Sie uns jedoch sehr gerne kontaktieren und wir beraten Sie umfassend.

Führungsprofile

Verfahren Sie bei dem Führungsprofil im Grunde wie bei der Montage des Laufschienenprofils. Markieren Sie sich vorab die Stellen für die Bohrungen und bohren Sie an den entsprechenden Stellen. Danach verschrauben Sie das Führungsprofil.

2. Montagehinweise zu Schiebetürbeschlägen

An dieser Stelle wollen wir Ihnen weitere Hinweise geben, was Sie generell bei der Montage eines Schiebetürbeschlages beachten sollten. Diese Hinweise können Sie davor bewahren Arbeiten ein zweites Mal ausführen zu müssen, weil Sie beim ersten Ausführen wichtige Punkte nicht beachtet haben.

2.1. Tragfähigkeit des Untergrundes

Überprüfen Sie vor der Montage einer Schiebetür unbedingt die Tragfähigkeit an der von Ihnen ausgewählten Stelle. Wenn dieser Untergrund nicht ausreichend tragfähig ist, haben Sie am Ende vermutlich nicht nur eine kaputte Wand sondern auch eine kaputte Schiebetür. Woran erkennen Sie die Tragfähigkeit? Die einfache Antwort lautet hierbei: am Material. Nur eine massive Wand oder eine massive Decke wird eine Schiebetür halten können. Wenn es sich um eine abgehängte Decke oder eine Leichtbauwand handelt, müssen Sie andere Wege zur sicheren Montage gehen. In einem solchen Fall können Sie uns gerne kontaktieren und wir beraten Sie umfassend zu den Möglichkeiten.

2.2. Platz bei Wandmontage unterhalb der Decke

Bedenken Sie bei einer Wandmontage unterhalb von einer Decke unbedingt Ihren zusätzlichen Platzbedarf durch eine Frontblende. Sie müssen die Frontblende von oben oder unten befestigen. Je nach System kann dies über ein simples Einhängen geschehen oder aber die Frontblende muss verschraubt werden.

2.3. Abstände beachten

Schauen Sie sich Ihre Einbausituation noch einmal ganz konkret an. Befinden sich an der Wand möglicherweise alte Zargen, Lichtschalter oder etwaige Steuergeräte? In jedem dieser Fälle müssen Sie darauf achten, dass Sie einen ausreichenden Abstand lassen. Der Mindestabstand sollte in all diesen Fällen vier zusätzliche Millimeter zur Dicke des jeweiligen Gegenstandes betragen. Bedenken Sie bei einem Lichtschalter, dass Sie den Abstand von seiner dicksten Stelle aus berechnen, sprich der höchsten Stelle des geklappten Schalters.

2.4. Einbau an oder in Ständerwänden

Wenn Sie eine Schiebetür an oder innerhalb von Ständerwänden, auch Gipskartonwände genannt, montieren wollen, müssen Sie für eine entsprechende Verstärkung sorgen. Sie montieren hierfür ein passendes Verstärkungsprofil im Bereich der Aufnahme des Laufschienenprofils. Zwischen den beiden Profilen müssen Sie entsprechend dämmen, damit keine Schwingungen übertragen werden können. Vergessen Sie dieses Dämmen, werden bei jeder Bewegung der Schiebetür Schwingungen zwischen den Profilen übertragen und das Schließen oder Öffnen geschieht nicht so lautlos, wie Sie sich das vermutlich wünschen würden.

2.5. Einbau zwischen zwei Wänden

Wenn Sie eine Schiebetür nachträglich so einbauen möchten, dass Sie zwischen zwei Wänden zu verschwinden scheint, ist dies etwas aufwändiger als eine einfache Montage einer offen beweglichen Schiebetür. Wenn Sie den Raum vollständig neu teilen, müssen Sie hierfür zunächst eine erste Leichtbauwand bauen und eine entsprechende Öffnung für die Schiebetür lassen. Wenn Sie eine bestehende Wand durchbrechen wollen, müssen Sie hier zunächst mit einem Wanddurchbruch für die Öffnung an der entsprechenden Stelle sorgen. Berechnen Sie nun den Platzbedarf für Ihre Schiebetür und bauen Sie ein passendes Verstärkungsprofil so ein, dass dieses im Anschluss für die Aufnahme des Laufschienenprofils passend sitzt. Zwischen dem Verstärkungs- und dem Laufschienenprofil müssen Sie ausreichend dämmen, da sich ansonsten die Schiebetür stets mit einem gewissen Geräuschpegel schließen und öffnen wird. Montieren Sie nun den Schiebetürbeschlag und die Schiebetür. Überprüfen Sie alle Funktionen der Schiebetür. Nun können Sie die zweite Leichtbauwand vor der Schiebetür setzen und sie und ihre Technik damit verschwinden lassen. Denken Sie daran, dass Sie gerade bei einer Schiebetür mit technischen Funktionen, an den entsprechenden Stellen Revisionsklappen zur Wartung einbauen.

3. Wie pflegt man Schiebetürbeschläge?

Damit die Funktionalität einer Schiebetür bewahrt bleibt, muss der Schiebetürbeschlag gut gepflegt werden. Dazu gehört zum einen das gründliche und regelmäßige Reinigen der Bodenprofile. Doch auch die anderen Elemente eines Schiebetürbeschlages benötigen von Zeit zu Zeit etwas Aufmerksamkeit, um ihren Funktion nachzukommen. Entscheidend ist dabei, dass Sie alles regelmäßig reinigen und warten. Dann können Sie sich lange auch optisch an Ihrem Schiebetürbeschlag erfreuen.

3.1. Schienenprofile aus Aluminium

Ein Schienenprofil aus dem Leichtmetall Aluminium sollte stets vom Staub befreit werden. Verwenden Sie hierfür ein einfaches Staubtuch. Sie können dabei auf teure Politur und sollten in jedem Fall auf aggressive Reinigungsmittel verzichten. Auf Aluminium befindet sich eine Oxidationsschicht. Diese kann durch Politur beschädigt werden. Zwar bildet sie sich wieder neu, aber es bleiben trotzdem leichte Schäden zurück. Wenn es so einmal größere verdreckte Stellen geben sollte, reinigen Sie diese einfach mit heißem Wasser und ohne ein weiteres Reinigungsmittel. Sie können gegebenenfalls etwas Zitrone hinzufügen. Diese Mischung reinigt nachhaltig ohne das Material zu beschädigen.

3.2. Schiebetürbeschläge und Grifftechnik aus Edelstahl

Auch bei den Schiebetürbeschlägen aus Edelstahl stimmt es bei den Zusätzen: Weniger ist mehr. Regelmäßig den Staub und Dreck mit einem Lappen entfernen und bei größeren Schmutz gerne einmal eine gründliche Reinigung und eine anschließende Behandlung beispielsweise mit Chrompolitur. Bei einem Schienenprofil aus Aluminium reinigen Sie dieses einfach mit lauwarmem Wasser. Edelstahl reinigen Sie am besten mit geeigneter Edelstahlpflege.

3.3. Griffe aus Holz

Bei der Pflege von Holzgriffen kommt es darauf an, wie diese genau beschaffen sind. Einen lackierten Holzgriff sollten Sie nur mit einem leicht feuchten Lappen mit lauwarmem Wasser reinigen. Achten Sie bei Holz darauf, dass Sie nie zu feucht reinigen, da Feuchtigkeit Holz auf die Dauer aufquellen lässt. Auch bei einem Griff aus Holz ist das A und O der Pflege die Regelmäßigkeit. Beginnen sie von Anfang an damit und Sie werden sich über lange Zeit an Ihren Griffen erfreuen können.

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