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Die Echtglasdusche

Von Wasserfällen, hängenden Bädern bis zur Massenreinigung und dem SPA-Erlebnis

Über den Körper fließendes Wasser reinigte schon die Menschen in der Antike. Bereits die Griechen entwickelten Wasserzuleitungen, mit deren Hilfe sie über fließendes Wasser verfügen konnten. Sie wollten hiermit Wasserfälle in die eigenen vier Wände bringen, um das Waschen zu erleichtern. In Rom wurden offenbar ‚hängende Bäder‘ zur Aufwertung von Immobilien genutzt. Mit anderen Errungenschaften der Antike verschwanden jedoch auch diese ersten Formen von ihr wieder aus den Innenräumen.

Der Leibarzt der französischen Könige Jean Pidoux brachte sie im 16. Jahrhundert wieder zurück ins Bewusstsein. Dieser war überzeugt von der heilenden Wirkung von Wasser. Allerdings stand er damit konträr zu der allgemeinen Auffassung von Wasser als Krankheitsüberträger und konnte sich trotz einiger Behandlungserfolge mit seinem Verständnis nicht durchsetzen. Es sollte noch weitere zwei Jahrhunderte dauern, bis man verstand, dass Wasser ein wichtiger Beitrag zur Hygiene ist.

Französische Streitkräfte nutzen um 1860 die ersten Duschen, um eine große Anzahl von Menschen ökonomisch, effizient und schnell zu säubern. Aufbauend auf diesen Erfahrungen wurden Duschen zwanzig Jahre später in Kasernen, Internaten sowie in Gefängnissen für die Körperhygiene genutzt. Auch die öffentlichen Bäder nutzten bald die neue Technik für sich. Als Zeichen seiner eigenen Fortschrittlichkeit verstand das preußische Militär den Einbau von Großraumduschen in den Kasernen 1879. Danach verbreiteten sich Duschen schnell in den Privathaushalten. Mit der Entwicklung des Einscheibensicherheitsglases in den dreißiger Jahren zogen die Glasduschen als Gestaltungselement in die Badezimmer ein. Glas als Baustoff ermöglichte neue optische Möglichkeiten für einen bisher gestalterisch wenig entdeckten Raum. Von der effizienten Körperreinigung des Kriegsplatzes entwickelte sich die Dusche zu einem Moment des Genusses. Die klein konzipierten Badezimmer nahmen im Verlauf des 20. Jahrhunderts mehr Platz innerhalb des Wohnraumes ein.

Inhaltsverzeichnis zum Thema Glasduschen

 

1. Duschen früher und heute

Während eine Badewanne heutzutage durchaus als verzichtbar im Badezimmer gilt, wird auf die Dusche und ihre Umsetzung deutlich mehr Wert gelegt. Neben dem Wasserdruck und der Temperaturregulierung sind es heute insbesondere die kleinen, aber feinen Details, die bei der Planung einer Dusche eine wichtige Rolle spielen. Es gilt nicht mehr nur den Körper mit der Dusche effizient zu reinigen, sondern auch etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. Den Käufer erwarten hier nicht nur die verschiedensten Designs sondern auch viele technische Besonderheiten, zwischen denen er wählen kann.

Schutz vor dem Spritzen bieten längst nicht mehr nur die gängigen Duschvorhänge mit unterschiedlichen Motiven und Farben, die auch eine Badewanne schnell und kostengünstig in eine Dusche verwandeln. Auch für die Badewanne gibt es jedoch modulare Aufsätze, die das spritzenfreie Duschen ermöglichen. Separate Duschkabinen werden teilweise gemauert, aus Acryl gefertigt oder mit Glas erstellt. Auch bei den Türen kann man je nach Platz und eigenen Vorlieben zwischen Schiebe-, Falt- und Schwenktüren wählen und seiner Dusche damit eine individuelle Note verleihen.Ein neuerer Trend sind die ‚offenen‘ Duschen. Hierbei trennt eine Glaswand oder trennen maximal zwei Glaswände die ansonsten offene Dusche vom restlichen Raum ab. Dies kann gerade in kleineren Badezimmern für ein großzügigeres Raumgefühl sorgen.

Bei der Brause ist dem Einrichtenden heute keine Grenze mehr gesetzt: die einfache Handbrause mit Schlauch neben aufwändigen Handbrausen, Regenduschen sowie fest an der Wand montierten Duschköpfen bieten vielfältiges Duschvergnügen. Die Brausen bieten Funktionen wie die Wassersparfunktion, den einstellbaren Massagestrahl oder auch das Wasser einfärbende LED-Licht.

Neben den Duschtassen in vielen verschiedenen Formen geht der Trend im Badezimmer mehr und mehr zu den ebenerdigen Duschen. Diese haben zum einen den Vorteil, dass sie sich optisch gerade in Kombination mit Glas optimal in jedes Badezimmer einfügen. Zum anderen sind sie je nach gewähltem Bodenmaterial leichter zu reinigen und in jedem Altersabschnitt der Bewohner ideal zur Nutzung geeignet. Eine ebenerdige Dusche lässt beispielsweise spätere kostenintensivere Umbaumaßnahmen im Badezimmer unnötig werden.    

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1.1. Wie viel Hygiene ist gesund?

In der westlichen Welt ist die Körperhygiene in den letzten Jahrzehnten deutlich mehr ins Bewusstsein getreten. Allerdings muss man sich an dieser Stelle auch fragen: Wie viel Hygiene ist tatsächlich gesund für uns? Dermatologen raten so nur bestimmten Personengruppen zu einer täglichen Dusche. Menschen, die außerordentlich viel schwitzen sowie täglich mit hautbelastenden Stoffen in Kontakt kommen, sollten ihren Körper so täglich reinigen. Außerdem sollten bei jeder Dusche die folgenden Dinge bedacht werden: nicht zu heiß duschen und kein aggressives Duschgel verwenden.

Die Haut ist das größte menschliche Organ und ist für Krankheitserreger die erste Barriere. Um diese Aufgabe erfolgreich leisten zu können, braucht die Haut jedoch ihren natürlichen Fettfilm. Und genau dieser wird durch zu häufiges, zu heißes Duschen und die Verwendung von aggressiven Duschcremes zerstört. Gerade wer zu trockener Haut neigt, müsse an die entfettende Wirkung von Wasser denken. In Kombination mit Duschgel könne dies zu starkem Juckreiz und einem Schälen der Haut führen. Eine Minderung der Temperatur, eine Umstellung auf eine rückfettende Duschcreme sowie Eincremen nach dem Duschen können diesen Effekten entgegenwirken. Bei der Haarwäsche gilt ebenfalls milde Shampoos verwenden und nicht zu heiß waschen. Die tägliche Haarwäsche empfiehlt sich ausschließlich bei fettigen Haaren, ansonsten reiche es, diese zwei bis dreimal in der Woche zu waschen. Bei wiederkehrenden Problemen kann die konsequente Umstellung auf Babyprodukte oder Naturkosmetik helfen.

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1.2. Wasserverbrauch im Vergleich mit Baden

Als effektive Energiespar- und Klimaschutzmaßnahme innerhalb des Privathaushaltes gilt: Duschen statt Baden. Dermatologen raten auch eher zum Duschen, da das Baden die Haut beanspruche und austrockne. Aber wie verhält es sich tatsächlich mit dem Wasserverbrauch beim Duschen generell und im Vergleich zum Baden?

Das Duschen liegt bei einem durchschnittlichen Privathaushalt im Bereich Energieverbrauch an zweiter Stelle, direkt nach dem Heizen. Mit einem gewöhnlichen Duschkopf verbraucht eine Dusche pro Minute etwa fünfzehn Liter Wasser. Fünf Minuten Duschen verbraucht so 75 Liter Wasser. Etwa fünfzig Prozent kann man hier bereits durch einen wassersparenden Duschkopf einsparen. Damit kann man seine Energiekosten jährlich um einen Betrag von 100 bis 200 Euro senken, sowie den CO2-Ausstoß um etwa acht bis zwölf Prozent senken.

Konträr dazu funktionieren die sogenannten Regenduschen, die sowohl den Wasser- als auch den Energieverbrauch deutlich nach oben treiben. Der ganz einfache Slogan ‚Duschen statt Baden‘ muss so nicht zwangsläufig zutreffen. Bei Menschen, die lange duschen und während der gesamten Zeit das Wasser laufen lassen, könnte so ein Bad in einer durchschnittlichen Badewanne, mit einem Fassungsvermögen von 150 bis 180 Liter, günstiger sein.  Dies entspricht immerhin zehn Minuten duschen. Ist die Wanne jedoch größer, verändert sich das Verhältnis aufgrund des größeren Fassungsvermögens allerdings schnell. Genauso verändert sich das Verhältnis, wenn die Duschbrause wassersparend ist und das Duschverhalten des Duschenden ebenfalls Wasser spart. Hier könnte man eine halbe Stunde duschen, um den Wasserverbrauch des Badens zu erreichen. Duscht man jedoch nur fünf bis zehn Minuten, spart man über hundert Liter Wasser pro Duschgang. Effektiv ist zum Wassersparen natürlich die Duschdauer zu minimieren, sowie ebenfalls während des Einseifens des Körpers und der Haare das Wasser nicht parallel laufen zu lassen. Wendet man diese Tipps an, spart man Wasser und es gilt tatsächlich: ‚Duschen statt Baden‘. 

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2. Mit guter Planung zur optimalen Glasdusche

Damit man sich am Ende über seine Wunschdusche auch tatsächlich freut, sollten vor dem Einbau einige Punkte bedacht werden. Erst wenn diese Punkte in der Planung eindeutig geklärt sind, können die Details gut geplant werden. Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte genannt, die für einen entspannten Alltag mit Glasdusche im Bad sorgen. 

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2.1 Der Standort

Der Standort einer Dusche innerhalb eines Badezimmers gibt bei der Planung bereits entscheidende Fakten vor. Liegt die Dusche beispielsweise neben einem Fenster, muss sie so geschnitten sein, dass sich dieses noch vollständig öffnen lässt. Zudem bieten sich hier Duschen aus Glas an, da diese das Licht nicht wegnehmen. Liegt die Dusche in einem kleinen Badezimmer und dort direkt hinter der Tür, bietet sich beispielsweise eine Schiebetür an, um unnötige Kollisionen zu verhindern. Auch wenn sich die Dusche direkt neben der Toilette befindet, hat das Auswirkungen auf die Planung. So wird beispielsweise die Duschöffnung zum Ausstieg nach Möglichkeit so geplant werden, dass man nach dem Duschen nicht direkt vor der Toilette steht.

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2.2 Räumliche Verhältnisse

Auch wenn in jedes Badezimmer eine Dusche passt, passen doch nicht alle Duschen in jedes Badezimmer. Mit Glas als Baustoff ist man jedoch in der Planung flexibler, da das Glas an sich durch seine Beschaffenheit wenig Platz einnimmt und so mehr Fläche für die eigentliche Dusche bleibt. Zudem wirkt Glas immer großzügiger als beispielsweise eine undurchsichtige Mauer im Raum für eine Duschkabine. Neben dem räumlichen Aspekt bietet Glas auch einen optischen Vorteil: unabhängig von seiner Lage im Raum nimmt es kein Licht weg. Handelt es sich dann zugleich noch um eine ebenerdige Dusche wirkt ein Raum mit einer Glasdusche deutlich größer als mit einer anders beschaffenen Duschkabine.

Die neuere Technik ermöglicht es mittlerweile alle Türarten auch in Glas herzustellen. Drehtüren, Falttüren sowie Schiebetüren gibt es somit in der gut zu reinigenden Variante aus Glas. Damit kann jedes Bad mit einer hygienischen Glastür verschönert werden. Den größten individuellen Spielraum erlangt man bei der Badplanung mit einer rahmenlosen Glasdusche in Kombination mit einem gefliesten Duschboden. Bei dieser Variante kann man die Dusche optimal an das restliche Badezimmer anpassen. Möchte man so barrierefrei um- oder neu bauen, bietet sich diese Form der Duschkabine generell an.

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2.3 Berücksichtigung des Wasserabflusses

Jede Dusche benötigt einen Abfluss für das Wasser und ist damit automatisch in der Planung an den vorhandenen Abwasseranschluss gebunden. Natürlich kann dies bei einem Badumbau ebenfalls verändert werden, wenn es unbedingt notwendig ist - beispielsweise um ein barrierefreies Badezimmer zu erhalten. Bei den bodenebenen Duschkabinen sind Duschrinnen notwendig, um einen Wasserabfluss zu garantieren. Je nach Sitz des Abflusses und nach gewählter Brause gibt es verschiedene Duschrinnen, die das Wasser optimal ableiten. Es reicht bereits ein zwei Prozent Gefälle, damit man nicht im Duschwasser steht.

Auf der zweiten Dichtungsebene sollte eine Entwässerung stattfinden, um einen Wasserstau unter den Fliesen zu verhindern. Die Reinigung geht leichter bei den Duschrinnen ohne Schweißnähte oder Schrauben. Um unangenehme Gerüche aus der Duschrinne zu vermeiden, gibt es Ablaufgehäuse mit einem mechanischen Geruchsverschluss. Dieser sollte leicht zugänglich sein, damit er regelmäßig gereinigt werden kann. 

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2.4 Ausführungsmöglichkeiten

Für jeden Bad-Typ und jedes Bedürfnis gibt es auch die passende Dusche. Ob man sich für eine bodenebene Dusche entscheidet oder lieber für eine klassische Duschtasse - beide Duscharten gibt es mittlerweile in allen möglichen Ausführungen. Ob man also eine kleine Nische für die Dusche hat, eine Ecke für die Dusche nutzen möchte oder die Dusche deutlich mehr Raum einnehmen darf - man ist in der Planung keineswegs mehr auf einen Duschtypen beschränkt. Es gibt hier die Nischenduschen, die klassischen Eckduschen, die modernen 5-Eck-Duschen, U-Duschen oder auch Badewannenaufsätze aus Echtglas. Die Duschen können ausschließlich Glastüren haben oder auch ein oder zwei Festteile in Kombination. Außerdem gibt es auch praktische und hochwertige Faltduschen aus Glas. Mit guter Planung und wenig Aufwand kann man heutzutage jedes Bad in eine Wohlfühloase verwandeln.

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2.4.1 Badewanne als Dusche nutzen

In Altbauten ist es häufig noch so, dass ausschließlich eine Badewanne vorhanden ist und diese sowohl zum Baden als auch zum Duschen genutzt wird. Damit auch hier das Duschen nicht zum Schrecken sondern zum Vergnügen wird, sind einige Vorkehrungen notwendig. Zunächst einmal muss man an die Sicherheit denken: Man benötigt im Idealfall einen Griff an der Wand, um sicher in die Badewanne steigen zu können. Der Boden der Wanne sollte gerade bei Familien mit Kindern oder auch älteren Menschen mit rutschfesten Aufklebern oder einer Badematte versehen werden. Auch diese gibt es mittlerweile in gut zu reinigenden und schnell trocknenden Materialien. Bei ihnen sollte man auf die Qualität achten, da ansonsten an dieser Stelle schnell Schimmel droht.

Zudem benötigt man eine Duschstange für die Brause, damit man diese nicht halten muss. Beim Befestigen einer Duschstange muss die Höhe der Wanne mitbedacht werden, damit die Stange nicht zu niedrig angebracht wird. Für eine Duschkabine in der Badewanne benötigt man außerdem einen guten, variablen Spritzschutz.  Ohne einen guten Spritzschutz ist nach jedem Duschen der Boden des Badezimmers nass. Dieser muss neben seiner Flexibilität auch gut zu reinigen sein, damit das Badezimmer ohne tägliches Putzen hygienisch bleibt. Die klassische Lösung ist an dieser Stelle ein Duschvorhang, der an einer Stange rund um die Badewanne befestigt wird. Hygienisch kann dieser Duschvorhang jedoch gerade bei häufiger Nutzung der Dusche durch mehrere Personen in einem Haushalt problematisch sein. In diesem Fall empfiehlt sich eher das Einrichten einer Duschzone mit Schiebetüren. Mit diesen kann man quasi eine Duschkabine in der Badewanne einrichten. Sind die Schiebetüren aus Glas, lassen sie sich zudem schnell und gründlich reinigen.

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2.4.2 Duschtasse oder bodengleiche Glasdusche

In jedem Badezimmer muss eine grundsätzliche Entscheidung für eine klassische Duschtasse oder eine bodenebene Dusche getroffen werden. Obwohl der Trend klar zur bodenebenen Dusche geht, ist ein generelles Urteil für oder gegen eine Duschart schwierig. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. So lässt sich die Duschtasse in der Regel leichter reinigen, ist mittlerweile in vielen Formen vorhanden und der Wasserabfluss funktioniert problemlos. Auch die Duschtassen gibt es heutzutage in einer geringeren Höhe, so dass der Einstieg leicht gelingt.

Vorteile der bodenebenen Dusche sind das großzügige Raumambiente sowie die Barrierefreiheit. Beim Einbau einer bodenebenen Dusche muss man jedoch ein paar Dinge beachten und ist auf eine professionelle Ausführung angewiesen, damit es in der täglichen Praxis keine Probleme gibt. So gibt es bei der Verfugung der Fliesen einige Tricks, die das Reinigen von ihnen deutlich erleichtern. Dies ist schließlich eine der Schwachstellen der bodenebenen Duschen im Praxistest. Zudem sollten Anti-Rutsch-Fliesen eingesetzt werden. Dies gilt insbesondere wenn die Dusche in Hinsicht auf eine Lebensabendplanung bereits eben gebaut wird. Damit bei der bodenebenen Dusche tatsächlich das Wasser im Duschbereich bleibt, gibt es hier Türen mit einer Hebe-Senk-Technik. Diese heben sich beim Öffnen automatisch, wodurch keine unschönen Schleifspuren auf den Fliesen entstehen. Schließt man die Tür wieder, senkt sie sich genauso automatisch wieder ab. Damit kann kein Wasser während des Duschens in das restliche Badezimmer laufen.     

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2.4.3 Barrierefreie Dusche / Walk-In Dusche

Bei der Badplanung fallen schnell Begriffe wie barrierefreie Dusche oder Walk-In Dusche - für den Laien ist zunächst unklar, ob es einen Unterschied zwischen den beiden Begriffen gibt oder sie Synonyme sind. Eine bodenebene Dusche ist eine barrierefreie Dusche und verfügt über eine schwellenfreie Gestaltung. Eine Walk-In Dusche hingegen meint zunächst einmal nur eine Dusche, die türlos ist und damit leicht begehbar. Eine Walk-In Dusche muss jedoch keineswegs zwangsläufig barrierefrei sein. Zudem bietet sie keinen Spritzschutz im Bereich der Öffnung. Um als barrierefreie Dusche zu gelten, muss eine Dusche gemäß der DIN 18040-2 mit einem Rollstuhl beziehungsweise einem Rollator nutzbar sein. Das bedeutet in der Konsequenz:

  • ein Rollstuhl benötigt eine Bewegungsfläche im Duschplatz von 150cm x 150cm, ein Rollator immerhin noch 120cm x 120cm
  • im Duschbereich rutschhemmender Bodenbelag nach GUV-I 8527 (mindestens Bewertungsgruppe B)
  • niveaugleiche oder maximale Absenkung von zwei Zentimetern zum Bodenbereich des angrenzenden Bereich, Übergänge sollten als geneigte Fläche gebaut werden

Es empfiehlt sich zudem, eine nach unten weisende Einhebel-Dusch-Armatur oder eine berührungslose Armatur zu wählen, um das Verletzungsrisiko für sehbehinderte Menschen einzuschränken. Möchte man KfW Fördermittel für den Badumbau nutzen, muss man sich an diese Auflagen halten. Wichtig ist zudem noch, vor dem Umbau den Bodenaufbau zu klären. Bei einem Bad im Erdgeschoss kann die Entwässerung im Bereich der Kellerdecke erfolgen. Ein barrierefrei umgebautes Bad im Obergeschoss benötigt vielleicht jedoch ein Abpumpsystem, damit die Entwässerung funktioniert. Je nach Bedarf kann in die barrierefreie Dusche noch ein Klappsitz an die Wand montiert werden. Eine Übereckanordnung hilft hier bei der Nutzung der Bedienelemente. Ein Handlaufsystem hilft beim Hinsetzen oder Aufstehen. Auch bei den Brausehalterstangen gibt es spezielle Einsteckhalter, die im barrierefreien Bad genutzt werden. Für das barrierefreie Bad werden nach innen und außen faltbare oder aufklappbare Duschtüren empfohlen, da sie am meisten Bewegungsfreiheit ermöglichen. Die Türen sollten über einen automatischen Senk- und Hebemechanismus verfügen, um die Rutschgefahr im Außenbereich durch Spritzwasser noch einmal zu senken. 

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2.5 Die Gesamtgröße der Glasdusche

Da es mittlerweile Glasduschen in allen Variationen sowie in allen Größen gibt, müssen vor dem endgültigen Einbau auch Entscheidungen hinsichtlich der Form und der Größe der Duschkabine getroffen werden. Während die Form einerseits Geschmackssache ist, sowie durch die Anlage des Badezimmers mitbestimmt wird, sollte sich die Größe der Dusche an der Größe des Nutzers beziehungsweise dem größten Mitglied der Familie orientieren. Badplaner sagen so, dass ein 1,80 Meter großer Mensch mindestens einen Meter Platz haben sollte, um sich in der Dusche bequem einseifen und abduschen zu können. Auf einem Meter hätte der Normnutzer gerade die nötige Ellenbogenfreiheit in der Duschkabine, um alle Bewegungen ausführen zu können. Weicht einer der Nutzer von der Norm ab, so sollte die Dusche großzügiger geplant werden.

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2.6 Die Höhe einer Glasdusche

Vor etwa 20 Jahren galten 175 Zentimeter als die Standardhöhe einer Glasdusche. Diese Höhe galt einzeln für das Glaselement. In Kombination mit der Duschtasse, die zu diesen Zeiten durchschnittlich etwa 28 Zentimeter hoch war, erreichte man damit dann eine Höhe von zwei Metern. Mit dieser Höhe schloss man unabsichtliches Spritzen über den Glasrand aus. Da die Duschtassen heute mit durchschnittlich einem bis zwei Zentimeter Tiefe deutlich flacher geworden sind, hat das Glaselement an Höhe zugelegt.

Um das Duschen von großen Personen ebenfalls zu einer dichten Angelegenheit zu machen, sollte man eine Gesamthöhe von 195 Zentimeter auf keinen Fall unterschreiten. Bei ebenerdigen Duschkabinen muss diese Höhe alleine vom Glasmodul erbracht werden. Bei Duschtassen müssen die Glaselemente die Höhe passend ergänzen. Sollte ein Nutzer größer sein, so sind bei namhaften Herstellern auch höhere Elemente zu erstehen - wenn auch oftmals nur noch als Sonderanfertigung.

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2.7 Funktionalitäten der Glasdusche

Neben ihrem gestalterischen Effekt im Badezimmer muss eine Glasdusche selbstverständlich funktionale Aspekte bedienen. Auch hier gilt, dass die räumlichen Bedingungen den entscheidenden Ausschlag geben. Damit die Dusche gut nutzbar ist, sollte in schmalen Badezimmern beispielsweise auf Duschschiebetüren zurückgegriffen werden. Diese benötigen ihrerseits keine freie Fläche nach außen. Auf diese Weise bleibt auch im schmalen Durchgang eine Fläche für ein Wandregal oder auch eine Handtuchhalterung. Um die Nutzung bei gewöhnlichen Türen besonders flexibel zu halten, gibt es hier Türen, die sowohl nach außen als auch nach innen zu öffnen sind. Für die bodenebenen Duschen sollte eine Tür mit Hebe-Senk-Technik gewählt werden. Diese haben den Vorteil, dass die Abdichtung durch das Senken der Tür komplett ist. Beim Öffnen hebt sich die Tür, wodurch die Fliesen keine Kratzer erhalten. 

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2.7.1 Funktionen der Duschbeschläge

Die Duschbeschläge sind ausschlaggebend für die Funktionalität der Türen. Die verschiedenen Duschbeschläge erfüllen unterschiedliche Funktionen in der Glasdusche, wie beispielsweise die Null-Lage, Flächenbündigkeit, den Hebe-Senk-Mechanismus oder auch Pendeltüren. Die Duschbeschläge ermöglichen es, die Tür in beide Richtungen zu öffnen. Diese Funktion ist beispielsweise beim barrierefreien Badezimmer wichtig. Mit dem richtigen Beschlag ergeben sich vollkommen neue Nutzungsmöglichkeiten für Ganzglasduschabtrennungen. Überdies sind die hochwertigen Modelle leicht zu reinigen und weisen keine Schwachstelle für Schimmelbildung an der Tür auf.

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2.7.2 Einschränkungen durch die Herstellung

Wie bei allen Stoffen, gibt es auch beim Glas Einschränkungen bei der Bearbeitung. Mit diesen sollte man sich vorab kurz auseinandersetzen.

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2.7.2.1 Einschränkungen beim Sicherheitsglas

Für Glasduschkabinen wird das sogenannte Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) verwendet. Dieses bietet durch seine besondere Stoß- und Schlagfestigkeit einen deutlich höheren Verletzungsschutz als eine gewöhnliche Glasscheibe. Sollte es dennoch brechen, zerfällt es in eine Vielzahl von kleinen, beinahe regelmäßigen Scherben ohne scharfe Ränder. Die Größe der Scherben lässt sich vorher bei der Produktion bestimmen. Neben einer erhöhten Biegefestigkeit bietet es außerdem eine Temperaturwechselbeständigkeit. Jede ESG-Scheibe wird mit der Kennzeichnung DIN EN 12150 - ESG sichtbar markiert. Auch im eingebauten Zustand muss diese Markierung sichtbar sein.

Das Maßverhältnis darf bei Einscheibensicherheitsglas maximal 1:10 sein. Um ESG herzustellen, wird Glas auf über 600 Grad erhitzt und schließlich mithilfe kalter Luft schnell abgekühlt. Auf diese Weise wird das ESG in einen Eigenspannungszustand gebracht und ist somit belastbarer und flexibler. Nachteil dieser Behandlung ist, dass das Glas im Anschluss nicht mehr bearbeitet werden kann. So werden jegliche Bohrungen, Schnitte sowie Bearbeitung der Kanten bei der Produktion von Glasduschen im Vorfeld getätigt. Sollten dem Produzenten hierbei Fehler unterlaufen, muss er die gesamten Arbeitsschritte von vorne durchlaufen, da das ESG nicht mehr korrigiert werden kann. 

Quelle: wikipedia.de

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2.7.2.2 Einschränkungen bei Acrylglas

Acrylglas oder auch Plexiglas wird seit Jahrzehnten als Alternative zu Echtglasscheiben ebenfalls im Badezimmer eingesetzt. Acrylglas ist leicht, lässt sich gut fräsen sowie einfärben oder verformen. Es ist zwar hart, dennoch weicher als echtes Glas und deutlich leichter. In Kombination mit einem leichten Aluminiumrahmen wird es häufig als Alternative zur Echtglasdusche genutzt. Mit diesem Material sind beispielsweise aufgrund des geringeren Gewichts freitragende Eckduschabtrennungen möglich, die nicht an der Wand verschraubt werden müssen. Acrylglas wird auch mit Fotodrucken aufgewertet und als Duschrückwand verwendet. Hierbei hat es bei der Säuberung gegenüber Fliesen den Vorteil, dass es beständig gegen Säuren ist und so Kalkflecken schnell und gut entfernt werden können. Allerdings darf es nicht mit gewöhnlichem Glasreiniger oder mit starkem Druck gereinigt werden.

Argumente für die Verwendung von Acrylglas sind der niedrigere Preis sowie das geringere Gewicht im Vergleich zum Glas. Zudem kommt es im Falle eines Bruchs nicht zu scharfen Splittern. Die großen Bruchstücke lassen sich problemlos entsorgen. Gegenüber Echtglasscheiben hat Acrylglas einen eindeutigen Nachteil bei der Reinigung. Es kommt schnell zu Rissen und Kratzern auf der Oberfläche. Bei den strukturierten Acrylglasscheiben fallen die Kratzer weniger auf. Zudem werden die transparenten Acrylscheiben nach einiger Zeit jedoch matt und stumpf und müssen dann wieder ausgetauscht werden, wenn der ursprüngliche Effekt erhalten bleiben soll. Zudem ergibt sich die Einschränkung bei der Verwendung vom weniger stabilen Acrylglas, dass es nur mit einem Rahmen verwendet werden kann. So sind die aktuell modernen rahmenlosen Modelle aus Acrylglas nicht baubar.

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2.7.2.3 Einschränkungen bei den Duschbeschlägen

Auch bei der Auswahl der Duschbeschläge ergeben sich im Zusammenhang mit dem Gewicht des Glases Einschränkungen. Hier muss man unbedingt auf den Vermerk der Tragfähigkeit des Beschlages achten. Die anschließend eingesetzte Scheibe darf dieses Gewicht auf gar keinen Fall überschreiten. Ebenfalls wichtig ist der Wert der Glasdicke im Fall von Duschtüren. Teilweise werden hier zwei Werte angegeben. Einmal der Wert für die Glasdicke bei sogenannten Festteilen und einmal der Wert für Glastüren für eine Dusche. Dieser zweite geringere Wert ist der entscheidende hinsichtlich der Glasdusche. Achtet man auf diesen Hinweis, kann man zwischen unterschiedlichen Materialien und Bauarten bei den Beschlägen wählen. Die große Auswahl bietet in jedem Fall eine passende Ergänzung zu der restlichen Optik des Badezimmers. So fallen auch die Duschbeschläge optisch nicht aus dem Rahmen und die Glasdusche bildet ein stimmiges Element innerhalb des Raumes.

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2.7.3 Festlegen der Öffnungsrichtungen

Vor der Konfiguration einer Echtglasdusche muss die Öffnungsrichtung festgelegt werden. Anders als beispielsweise bei einem Kühlschrank, kann dies nicht im Verlauf geändert werden oder beim Aufbau generell noch einmal neu bedacht werden. Es ist also wichtig, sich vorab gut zu überlegen, welche Richtung ideal zum Öffnen der Tür der Glasdusche ist. Entscheidende Aspekte sind hierbei, dass die Tür zu jedem Zeitpunkt vollständig geöffnet werden kann. Dies gilt auch für ein nicht barrierefreies Badezimmer, da es ansonsten in der Praxis schlichtweg unbequem mit der nicht optimal geplanten Dusche wird.

Wird das Badezimmer so regelmäßig von zwei Personen gleichzeitig genutzt, sollte der Ausstieg nach Möglichkeit nicht direkt vor das Waschbecken führen. Schließlich wird hier im Alltag oftmals die andere Person stehen, um sich die Zähne zu putzen, das Gesicht zu waschen etc. Sollte der Platz an anderer Stelle jedoch zu gering sein, um eine Tür nach außen zu öffnen, bietet eine Echtglasschiebetür eine sinnvolle Alternative. So kann der Ausstieg an anderer Stelle erfolgen und man steht sich nicht direkt gegenseitig auf den Füßen. Ebenfalls vermieden werden sollte das regelmäßige Gegenschlagen der Echtglastür gegen Möbelstücke, Wände oder auch das geöffnete Fenster. Um dies zu vermeiden, sollte in schmalen oder einfach kleinen Badezimmern eher der Einsatz einer Echtglasschiebetür oder -falttür erwägt werden.

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2.7.4 Glasduschen aussteifen

Glasduschen müssen gegebenenfalls ausgesteift werden. Dies ist erforderlich bei Echtglasduschen aus Duschtüren mit Festteilen - abhängig von der Breite des Festteiles im Verhältnis zur Glastür. Eine Aussteifung bedeutet, dass die einzelnen Elemente bei einigen Konstruktionen für Echtglasduschen zusätzlich stabilisiert werden. Aus diesem Grund gibt es die sogenannten Stabilisationsstangen, die bei einigen Echtglasduschen für die Seitenteile benötigt werden. Mit ihnen wird die Konstruktion endgültig sicher. Es gibt Modelle, bei denen das Aussteifen anders gelöst wird. Bei diesen wird dies jedoch zusätzlich ausgewiesen. Nischenduschen mit nur einem Türflügel müssen beispielsweise nicht ausgesteift werden, da sie in sich ausreichend stabil sind.

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2.8 Das Material von Glasduschen

Beim Material der Glasduschen gibt es unterschiedliche Varianten. Diese sollen nun im Folgenden kurz vorgestellt werden.

2.8.1 Glasausführung

Echtglasduschen gibt es in den unterschiedlichsten Glasausführungen. Je nach Beschlagsystem können Glasstärken von 6 mm, 8 mm oder 10 mm ausgewählt werden. Üblicherweise werden Duschen in ESG 8 mm Glasstärke ausgeführt. Bei einigen Systemen erfordert die Beschlagtechnik, dass in einer Dusche 2 unterschiedliche Glasstärken eingesetzt werden müssen.  Es gibt mattiertes Glas oder auch teil-mattierte Scheiben, die noch einmal für einen Hingucker im Sanitärbereich sorgen.

Bei der Ausführung ist es tatsächlich eine Sache des Geschmacks, für was man sich entscheidet. Wichtig ist, dass die einzelnen Komponenten passend aufeinander abgestimmt sind, beispielsweise sollten das Gewicht und die Dicke der Scheibe mit dem zu verwendeten Beschlag perfekt abgestimmt sein. Oder ob auch die Art der Tür sich optimal in das Badezimmer fügt. Nur so ist die Echtglasdusche am Ende tatsächlich sicher und alltagstauglich. Ob mit oder ohne Rahmen, eine Echtglasdusche ist eine gute Investition in eine besondere Badatmosphäre. 

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2.8.2 Acrylglas

Acrylglas als günstigere und leichtere Alternative zum Baustoff Glas bietet eine hohe Variabilität. Es ist beispielsweise eine gute Möglichkeit für Mieter, eine Badewanne im Altbau mit einer Duschkabine zu versehen und so auf den Duschvorhang verzichten zu können. Das Acrylglas muss nicht mit einer Bohrung befestigt werden und kann so im Anschluss auch wieder gut entfernt werden. Gewöhnlich wird Acrylglas über Profile an die Wand gebracht. Acrylglas wird in verschiedenen Dicken und Gewichten angeboten. Je nach Einsatzort sollte individuell entschieden werden, welches Acrylglas ideal ist.

Achtung außerdem: Acrylglas ist nicht gleich Acrylglas.

Es gibt auch hier sogenannte Veredelungen, die das gewöhnliche Acrylglas für die individuelle Badgestaltung interessant machen. Da Acrylglas gut eingefärbt oder per Fotodruck individualisiert werden kann, sorgt es nach Wunsch für besondere Effekte in der Badezimmerlandschaft. Durch ein bestimmtes Design kann das Acrylglas einen spannenden Blickfang im Bad setzen. Ein solcher aufgebrachter Foto- oder Digitaldruck darf übrigens nicht direkt im Nassbereich eingesetzt werden. Stattdessen muss es auf die Außenseite der Dusche. 

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2.8.2.1 Die Oberflächenfarbe der Duschbeschläge

Auch die Oberflächenfarbe der Duschbeschläge kann individuell gewählt werden, um sich so ideal in das restliche Gestaltungskonzept des Badezimmers einzufügen. Wird an anderen Stellen Edelstahl verwendet, so sollte auch der Duschbeschlag in einer Edelstahloptik gewählt werden. Ebenfalls gibt es die Ausführungen in silberfarben, mattverchromt oder auch glanzverchromt. Zudem gibt es jedoch auch ein Sortiment aller verfügbaren klassische RAL-/ Sanitärfarben. Schließlich soll sich am Ende die Echtglasdusche vollständig in die restliche Optik des Badezimmers einfügen.

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3. Umsetzung von Glasduschen

Bei der Umsetzung einer Glasdusche muss man nach der Planungsphase mit ihren Aspekten in die konkrete Materie gehen. Auch dies sollte Schritt für Schritt und sorgfältig erledigt werden, damit am Ende das Ergebnis auch im Alltag von sich überzeugen kann.

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3.1 Selbst Aufmaß nehmen

Zunächst gilt es natürlich Aufmaß zu nehmen. Dies kann mit der Hilfe eines Zollstocks, eines Lasers oder auch eines Winkelmessers betätigt werden sowie mit einer Wasserwaage und einem Neigungsmesser. Die Messgeräte müssen in einem einwandfreien Zustand sein. Damit es ein fachgerechtes Aufmaß wird, müssen einige Punkte beachtet werden. Je nach Hersteller, bieten diese auch einen sogenannten Aufmaß-Katalog an, der das Aufmaß-Nehmen durch Skizzen vereinfacht.

Je nach Echtglasduschtyp, muss vor dem Aufmaß für die Echtglastüren bereits die Duschwanne beziehungsweise der Bereich für die Dusche fertig eingebaut sein. Das bedeutet, dass die Fliesenarbeiten abgeschlossen sein sollten. Vorhandene Kabinen müssen demontiert werden, damit richtig Maß genommen werden kann.

Bei dem Aufmaß gelten immer die Außenwerte, sprich der äußere Rand der Duschwanne oder auch Wanneneinbaumaß genannt. Im Fall einer ebenerdigen Duschkabine spricht man vom lichten Raummaß, beispielsweise von einer Nische aus. Beim korrekten Aufmaß erfolgen keine Maßabzüge. Winkelberechnungen und damit einhergehende Abzüge werden in der Regel vom Werk erledigt. Der Begriff Anschlag bezeichnet immer die Anbindung der Tür an die Wand oder an ein anderes Glaselement. Wird so eine Tür mit einem Seitenelement kombiniert, so ist der Anschlag stets auf die Tür bezogen. Übrigens: Bei teilgerahmten Drehtüren aus Echtglas kann der Türanschlag ausschließlich an einer feststehenden Mauer erfolgen. Dies muss nicht zwangsläufig die Zimmerwand sein, sondern kann auch eine zusätzliche, halbhohe Mauer sein.

Ein wichtiger Wert des Aufmaßes ist auch, inwiefern die Wände, Böden oder Duschwannen lot- und waagerecht sind. Jegliches Abweichen von der Lot- beziehungsweise Waagerechten muss vermerkt werden, damit für einen Ausgleich gesorgt werden kann. Der Bezugs- oder auch Nullpunkt für die Berechnung ist stets die Anschlagseite. Sollte die Duschkabine aus mehreren Glaswänden bestehen, wie beispielsweise bei den Fünfecklösungen, muss jeder der Schenkel der Duschkabine einzeln erfasst werden. Sollte die Wand bauchig sein, so ist auch hier ein Nullpunkt zu bestimmen und dessen Höhe anzugeben. Je nachdem wie ausgeprägt die Wölbung ist, müssen maximal drei Maßpunkte angegeben werden, um den Anschluss entsprechend abzudichten. Im Falle von starken Abweichungen, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden, um Fehler zu vermeiden.

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3.1.1 Aufmaß bei schrägen Wänden

Sollten Dachschrägen im Badezimmer sein, so muss dies ebenfalls mit angegeben werden. Zudem muss hierbei bedacht werden, dass jegliche Abschrägungen der Seitenwände aus technischen Gründen stets mit einem Abstand von sechs Millimetern zwischen Glas und Decke angefertigt werden. Insofern weicht das Maß an dieser Stelle ab. Gebogene Scheiben oder auch gerahmte Türelemente für einen Badewannenaufsatz können im Übrigen nicht im Bereich von Abschrägungen eingesetzt werden.  

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3.1.1.1 Standardmaße

Sollte es sich bei den Maßen der Dusche um Standardmaße handeln, so kann man dies ebenfalls vermerken. Bei der Verwendung einer Duschtasse sollte der Hersteller sowie das spezielle Modell genau angegeben werden. Dasselbe gilt für ein befliesbares Bodenelement. Auch bei diesem sollten Hersteller und Modell angegeben werden. Wichtig: Auch bei diesen Standardmaßen entfällt jedoch keineswegs das Überprüfen der Lot- und der Waagerechten. Vergisst man dies, kann es sein, dass die Kabine nicht richtig dicht ist. In der Folge kann sich permanent Wasser außerhalb der Duschkabine sammeln oder sich langsam Schimmel bilden.

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3.1.1.2 Individuelle Glasduschen

Bei einer individuell geplanten Glasdusche müssen die Maße die persönlichen Gegebenheiten genau wiedergeben. Aus diesem Grund muss hier sehr genau gearbeitet werden. Es gelten stets die Außenmaße für das Aufmaß. Zusätzlich zu den Standardmaßen ist es wichtig, die Lot- und Waagerechte zu bestimmen und hier gegebenenfalls Angaben zu Abweichungen zu machen. Nur mit diesen Angaben kann im Anschluss die individuelle Glasdusche passend gebaut werden. Schrägen müssen natürlich ebenfalls angegeben werden und hierbei das Folgende beachtet werden: Der Abstand der Abmessungen muss bei Schrägen stets sechs Millimeter zwischen Glas und Decke lassen. Soll die Glaskabine am Ende mehrere Ecken haben, so müssen alle Werte für die einzelnen Schenkel angegeben werden. Um das Aufmaß gerade bei individuellen Glasduschen verständlich zu machen, lohnt es sich, eine Skizze anzufertigen und hierbei die Werte einzutragen.

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3.1.2 Planung passender Beleuchtung

Gerade größere Glasduschkabinen sollten ebenfalls über eine individuelle Beleuchtung verfügen. Nur so ist das Duschen zu verschiedenen Tageszeiten und bei jeglichem Lichtverhältnis tatsächlich ein Vergnügen. Bereits in der Planungsphase sollte man sich hiermit beschäftigen, um an den richtigen Stellen Auslassdosen einzuplanen. Was hierbei sicherheitstechnisch zu beachten ist, wird in DIN VDE 0100 Teil 701 erklärt. Das Badezimmer wird in vier Raumzonen und drei verschiedene Schutzbereiche unterteilt. Der Innenraum von Bade- oder Duschwanne gilt als Schutzbereich 0. Sollen so direkt im Bereich der Badewanne oder Dusche Leuchten angebracht werden, so müssen diese gegen Spritzwasser (Schutzart IP X4) oder auch gegen Strahlwasser (IP X5) sicher geschützt sein. Sie dürfen außerdem ausschließlich über eine sogenannte Schutzkleinspannung mit bis zu 12 Volt Wechselspannung oder 30 Volt Gleichspannung laufen.

Schöne Effekte und ausreichendes Licht erhält man mit dem Licht aus den Downlights. Die Spots werden in der Decke integriert und sorgen von dort effektvoll für die richtige Beleuchtung. Beim Kauf von Leuchten für das Badezimmer sollte man auf die folgenden Kennzeichnungen achten: Sicherheitsprüfzeichen ENEC, GS oder VDE. Sollten die Lampen innerhalb der senkrechten Begrenzung von Dusch- oder Badekabine eingesetzt werden, so zählt dieser Bereich zum Schutzbereich 1. Hier dürfen Lichter mit einer Schutzkleinspannung bis 25 Volt Wechselspannung (AC) oder aber 60 Volt Gleichspannung (DC) betrieben werden. Auch in diesem Bereich müssen sie einen Schutz gegen Spritzwasser nachweisen, sprich Schutzart IP X4. Sowohl für den Bereich 0 und 1 gilt, dass dort keine Transformatoren befestigt werden dürfen.

Mit einer Tiefe von 60 Zentimetern liegt der Schutzbereich 2 an der Grenze des Schutzbereiches 1. In der Regel müssen die Leuchten im Schutzbereich 2 einen Schutz gegen Spritzwasser vorweisen, also der Schutzart IP X4. Eine Ausnahme ergibt sich, wenn Massagedüsen in der Dusche integriert sind. In diesem Fall müssen die Leuchten im Schutzbereich 2 ebenfalls einen Schutz gegen Strahlwasser haben, also der Schutzart IP X5 entsprechen. Auch wichtig zu wissen: In keinem der Schutzbereiche 0, 1 oder 2 dürfen Steckdosen oder Schalter montiert werden. Eine Ausnahme gilt für Schalter, die an den Leuchten selbst montiert sind, insofern sie trotz dessen die notwendige Schutzart aufweisen. Die Mantelleitungen dürfen unter oder auf dem Putz verlegt werden. Die Steigleitungen dürfen hingegen ausschließlich mindestens sechs Zentimeter unter dem Putz verlegt werden. 

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3.1.3 Planung der Innenauskleidung für Glasduschen

Bei einer Duschkabine aus Glas muss man sich neben der Form der Kabine im Anschluss auch für eine passende Innenauskleidung entscheiden. Klassisch sind in diesem Bereich noch immer die Fliesen. Sie können stimmig mit dem restlichen Fliesendekor des Badezimmers eingesetzt werden und bringen so, insbesondere in Kombination mit einer rahmenlosen Echtglasdusche, optisch viel Ruhe und Weite in das Badezimmer. Möchte man den Duschbereich abgrenzen, kann man natürlich auch ein passendes, aber nicht identisches Fliesendekor wählen. Modern und praktisch sind aktuell auch Innenauskleidungen für Glasduschen aus Glas. Hierbei kann man zwischen Acrylglas und Echtglas wählen. Mit Acrylglas kann man nach Wunsch Fotomotive auf die Rückwand zaubern oder auch Farbeffekte setzen.

Eine Wandverkleidung aus Echtglas bietet jedoch hinsichtlich der Sauberkeit einen deutlichen Vorteil. Es gibt hier keine Fugen mehr, die regelmäßig im Detail gereinigt werden müssen. Auch wasserdichte Verbundplatten können wirkungsvoll im Innenbereich einer Glasdusche eingesetzt werden und durch ihre großflächige Verarbeitung gut gereinigt werden. Eine schöne und ebenfalls saubere Alternative bietet zudem eine Verkleidung mit Mineralwerkstoff. Auch hier hat man im Anschluss keine Fugen mehr, die man reinigen muss, sondern erhält stattdessen eine ebene Fläche. Sollte eine Duschtasse verwendet werden, kann diese im Anschluss formschön mit Verschalungselementen quasi versteckt werden. Auf diese Weise kann man zwischen Badewanne und Dusche eine Einigkeit herstellen und nachträglich Ablageflächen erbauen. Die Möglichkeiten bei Verschalungselementen sind vielseitig und bieten für viele Badezimmer praktikable Lösungen für eine optische Einheit.

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3.2 Abdichten der Spaltmaße

Jede Echtglasdusche muss abgedichtet werden. Hier muss man die passende Dichtung zu der Glasstärke und -form finden. So benötigt eine Runddusche trotz gleicher Glasstärke natürlich eine andere Dichtung als eine Eckdusche. Viele Dichtungen sind zusätzlich wasserabweisend, so dass sie länger dicht bleiben. Die Dichtungen sollten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden, um die Duschkabine funktional zu halten.

- Wasserabweisprofile

Die Dichtprofile an der Unterkante der Duschtür werden als Wasserabweisprofile bezeichnet. Einerseits dichten sie die Dusche zum Boden hin ab, zugleich leiten die Wasserabweisprofile das Wasser nach innen zum Gefälle hin ab. In engen Duschen empfiehlt sich wegen des hohen Wasseraufkommens im Türbereich der Einsatz von Schwallschutzleisten. Diese werden im Türbereich montiert und sorgen dafür, dass das Wasser nicht in den Außenbereich gelangt. Richtig montiert, leiten sie das Wasser des Wasserabweisprofils nach innen weiter.

- Streifdichtungen

Die Abdichtungen an den senkrechten Kanten der Duschtüren heißen Streifdichtungen. Diese verfügen in der Regel über eine halbrunde, weiche Tube. Beim Schließen der Tür legt sich diese dicht an die Wand an. Mit der Hilfe von Keil und Gummihammer werden diese Elemente nach der Montage eingefügt. Sie muss dabei so dicht an die Wand geschoben werden, dass sie gut abdichtet - die Tür dennoch nicht aufgeschoben wird. Sollte dies auffallen, so muss die Dichtung wieder mehr auf das Türelement geschoben werden.

- Anschlagdichtung

Folgt ein Glaselement auf ein Glaselement, benötigt man zwischen den beiden Elementen eine Anschlagdichtung als Verbindungsdichtung. Hierbei muss man auf die anschließende Position beider Elemente zueinander achten. Stehen sie im Anschluss in einem 90 Grad Winkel zueinander, benötigt man hierfür die passende Anschlagdichtung. Stehen sie im Anschluss in einem 180 Grad Winkel, benötigt man die entsprechende 180 Grad Anschlagdichtung. Kleiner Tipp am Rande: Wenn man Anschlagdichtungen verwendet, sollten die Duschtürbeschläge nach Möglichkeit mit einer Rückstellfeder versehen sein. Diese Beschläge halten die Tür geschlossen und dichten mit ihrem Druck besonders sicher ab.

- Mitteldichtprofil

Ein Spalt zwischen zwei Glaselementen wird  auch mit einem Mitteldichtprofil verschlossen. Dieses Profil dichtet Abstände zwischen zwei und acht Millimeter sicher ab. Das Mitteldichtprofil hat eine weiche, sanft gebogene Lippe, die an das zweite Glaselement angelegt wird. Die Lippe führt stets vom Wasser weg, damit kein Wasser eindringen kann.

Die besten Werte erzielen die sogenannten anziehenden Verbindungen. Die Magnetdichtprofile gibt es für alle Verbindungsarten und sie sorgen mit der magnetischen Anziehungskraft dafür, dass die verbundenen Glaselemente automatisch in der richtigen Position bleiben und so die Kabine optimal gegen den Wasseraustritt sichern.

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3.2.1 Einsatz von Dichtprofilen

Der Einsatz von Dichtprofilen erfolgt nach der Montage der Glaselemente, damit sie auch tatsächlich ihre Funktion erfüllen können. Sie werden mit der Hilfe von einem weichen Hammer und einem Keil vorsichtig an der dafür vorgesehenen Stelle montiert und im Anschluss in die richtige Position gebracht. Wichtig ist, dass man im Anschluss an den Einbau der Profile, die Position überprüft. Wirkt so die Tür verzogen, muss das entsprechende Profil noch einmal korrigiert werden und in der Regel mehr auf das Türelement geschoben werden. Der Beschnitt der Profile erfolgt in der Regel nach dem Einbau und kann bei den gängigen Profilen mit haushaltsüblichen Scheren getätigt werden. Ist dies nicht möglich, wird das in der Regel auf dem Profil mit einer Empfehlung vermerkt.  

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3.2.2 Einbau ohne Dichtprofile

Es gibt auch Modelle unter den Echtglasduschen, die ohne Dichtprofile verbaut werden können. Bei diesen ist ein passgenauer Aufbau jedoch umso wichtiger, um anschließende Wasserkatastrophen im Badezimmer auszuschließen. So muss beispielsweise neben dem genauen Aufbau genau auf die Schüttleistung des Duschkopfs und die Schluckleistung des Abfluss geachtet werden. Sind diese nicht ideal aufeinander abgestimmt, wird es zwangsläufig beim Duschen zu stehendem Wasser kommen, das ohne Dichtprofile natürlich leicht austreten kann. Auch muss die Ablaufleitung so verlegt werden, dass der Ablauf problemlos funktioniert und das Wasser schnell ablaufen kann. Für einen Einbau ohne Dichtprofile sind auch Türen mit Hebe-Senk-Technik vorteilhaft, da sie die Dusche während des Duschvorgangs nach außen gut abdichten.

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3.2.3 Sonstige Dichtmöglichkeiten

Eine Echtglasdusche wird nur mit dem Einsatz von Dichtprofilen unter allen Umständen wasserdicht gemacht. Bei einer vollständigen Duschkabine aus Glas empfiehlt sich der Verzicht auf eine Dichtung im Alltag jedoch eher nicht. Es gibt allerdings auch Elemente, wie die Tür mit Hebe-Senk-Technik, die zur Dichte einer Duschkabine entscheidend beitragen. Gerade bei bodenebenen Duschkabinen in einer Nische, wo ausschließlich die Tür aus Glas ist, kann dies schon für eine ausreichende Dichte sorgen. Notwendig ist dafür außerdem, dass der Ablauf des Wassers optimal ist. Der zusätzliche Einsatz von Schwallschutzleisten kann beim Ableiten des Wassers aus dem Türbereich zusätzlich helfen und damit zu einer gewissen Dichte beitragen. Der Nachteil eines Schwallschutzprofils ist jedoch, dass es durch seine Lage auf dem Boden zu einer Stolperfalle werden kann. Außerdem ist eine Dusche mit einem Schwallschutzprofil nicht mehr barrierefrei. Im öffentlichen Bereich, wie beispielsweise in Hotels, gibt es teilweise gesetzliche Vorgaben zu dem Einsatz von Schwallschutzprofilen.

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3.3 Der Abperleffekt in der Dusche

Vor einigen Jahren kam der Trend zur Nanobeschichtung von Glasflächen in verschiedenen Einsatzgebieten, wie beispielsweise der Glasdusche, auf. Eine Grundversiegelung findet im Werk statt, muss jedoch auch - so die Empfehlung - regelmäßig erneuert werden. Bei diesem Nano-Effekt oder auch Lotusblüten-Effekt werden die Flächen regelmäßig durch das erneute Auftragen versiegelt, so dass sie dauerhaft sowohl wasser- als auch schmutzabweisend sind. Dieser Abperleffekt hilft natürlich bei der Reinigung der Flächen und trägt wesentlich dazu bei, dass die Echtglasdusche lange Zeit schön und neu aussieht.

Abperleffekte in der Echtglasdusche sind im Alltag praktisch. Es muss jedoch nicht gleich der Nano-Effekt sein. Es reicht auch, wenn die Scheiben mit einem Abperleffekt ausgestattet sind und dieser regelmäßig durch das Auftragen von entsprechenden Produkten erneuert wird. Denn bei jeder Oberflächenversiegelung gilt, dass man sie nur mit entsprechender, regelmäßiger Pflege aufrecht halten kann. Ein versiegeltes Glas benötigt regelmäßig die richtige Pflege, damit es versiegelt bleibt und sich dadurch im Alltag schnell und gut säubern lässt.

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3.3.1 Abperleffekte durch Versiegelung des Glases

Die Abperleffekte können durch eine Versiegelung des Glases hervorgerufen werden. Diese Glas-Versiegelung erfolgt bereits vor dem Einbau des Glases in der Fabrik. Dadurch lässt sich die Echtglasdusche im Alltag besonders leicht reinigen. Damit der Abperleffekt erhalten bleibt, sollte das Glas jedoch entsprechend gepflegt werden. Hierfür gibt es passende Produkte auf dem Markt, welche bei regelmäßiger Anwendung die Versiegelung lange aufrechterhalten und Ihre Echtglasdusche langfristig erstrahlen lassen.

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3.3.2 Abperleffekte durch Nutzung von speziellem Duschglas

Eine Echtglasdusche kann auch aus speziellem Duschglas gebaut werden. Für die Belange der Echtglasduschen, besteht das Duschglas aus versiegeltem Glas, das mit einem Abperleffekt versehen ist. Es lässt sich besonders leicht reinigen und behält lange Zeit diesen Effekt bei. Unter anderem bietet beispielsweise die Firma Clarvista hierfür besonderes Glas an und verspricht dem Kunden, dass dieses durch eine besondere Versiegelung besonders lange klar bleibt und die Duschkabine damit langfristig ihr neues, frisches Aussehen behalten kann. Hersteller des Clarvista Glases: PPG Industries, Inc.; PPG Glass Business and Discovery Center; 400 Guys Run Road; Cheswick, PA 15024; 1.888.PPG.GLAS (774-4527)

Herstellerseite: pgclarvistaglass.com

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4. Auf Qualität setzen bei den Glasduschen-Herstellern

Schaut man sich auf dem Markt um, kann man sich über die deutlichen Preisunterschiede der Echtglasduschen wundern. Teilweise gibt es günstige Angebote für Echtglasduschen im Baumarkt für einen niedrigen bis mittleren dreistelligen Betrag. Dies kann einen zu der Frage bringen, inwiefern es sich trotz dessen lohnt, auf die deutlich teureren deutschen Markenhersteller zurückzugreifen. Wie sinnvoll es ist, in Qualität zu investieren, zeigt sich in der Praxis jedoch bereits nach wenigen Jahren. Bei den vermeintlich günstigen Echtglasduschen beginnen nun die Scharniere zu knarzen und die günstig importierten Glasscheiben lassen sich weniger schnell gründlich reinigen. Die Dichtungen müssen bereits ausgetauscht werden, damit sie tatsächlich noch funktional sind. Es kann zu gebrochenen Wandhalterungen kommen, die zu Unfällen führen können und schnellstmöglich ausgetauscht werden müssen. Teilweise sind hierdurch vollständig neue Montagen notwendig.

Bei einer teureren Dusche müssen die Dichtungen zwar auch ausgetauscht werden, dies ist jedoch bei fachgerechter Montage in der Regel erst nach sechs bis acht Jahren der Fall. Auch die qualitativ hochwertigen Beschläge halten nach einer fachgerechten Montage und guter Pflege auch gerne Jahrzehnte - ohne zu knarzen oder zu brechen. Sollte es dennoch einmal zu früheren Schäden kommen, so vergeben die Qualitätshersteller eine langjährige Garantie. Bei den günstigeren Modellen ist - wenn es  überhaupt eine Garantie gibt - in der Regel nach einem bis zwei Jahren auf die günstigen Produkte Schluss. Zudem wird das Material nicht individuell an das jeweilige Bad angepasst, wodurch es im Alltag gerade in Altbauten mit ihren Unebenheiten zu Schwierigkeiten in der Nutzung kommen kann. Aus dem vermeintlichen Schnäppchen wird so schnell ein ziemlicher Alptraum in der täglichen Nutzung, wenn das Wasser permanent austritt und die Gläser sich schlecht reinigen lassen. Auch in diesem Umstand liegt ein schnell deutlich werdender Vorteil der Ganzglasduschen aus Qualitätsherstellung: Die regelmäßige Reinigung der Gläser gelingt deutlich schneller und gründlicher. Auf diese Weise sieht die Echtglasdusche aus qualitativ hochwertiger Produktion länger neu aus als die günstigere Alternative aus dem Baumarkt.  

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4.1 Sicherheitsglas-Hersteller

Auch bei dem gewählten Sicherheitsglas sollte man lieber auf Qualität setzen, anstatt sich kurzfristig über ein vermeintliches Schnäppchen zu freuen. Die Fachbetriebe bieten einen individuellen Service an. Sie beraten den Kunden fachkundig zu den verschiedenen Zusammensetzungen und den Bearbeitungsmöglichkeiten beim Glas für eine Echtglasdusche. Sie empfehlen, je nach den Voraussetzungen im Bad und der geplanten Form der Echtglasdusche, eine optimale Glasstärke.Auch hinsichtlich der Dichtungen bieten sie kompetente Beratung an und lassen den Kunden keineswegs mit diesen wichtigen Entscheidungen alleine.

Im Anschluss kann man sich nicht nur über eine funktionale Dusche freuen, sondern auch über das ideale Glas, das sich leicht und hygienisch im Alltag reinigen lässt. Durch eine entsprechende Beschichtung spart man jeden Tag deutlich an Reinigungszeit und kann sich bei jedem Betreten des Badezimmers über eine glänzende Echtglasdusche freuen.

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4.2 Hersteller von Duschbeschlägen

Die Entscheidung für die Duschbeschläge erscheint erst einmal wenig wichtig oder interessant. Die meisten Kunden interessieren sich bei den Duschbeschlägen mehr für die passende Optik als für die entsprechende Funktionalität der Beschläge. Dabei ist die Ausführung der Duschbeschläge entscheidend für die Langlebigkeit der Echtglasdusche. Verarbeitet man hier schlechte Qualität, nützt einem auch die schönste und beste Glasscheibe nichts. Die Duschbeschläge werden bei mangelnder Qualität schnell zu den Schwachstellen in der Echtglasdusche. Sie beginnen zu knarzen oder lockern sich. Kommen sie direkt aus der Wand heraus, liegt das an der falschen Dübeltechnik. Auch hier sollte man auf qualitativ hochwertige Dübeltechnik, wie beispielsweise von Wirth oder Fischer, passend zum Bauuntergrund setzen. Mit qualitativ hochwertigen Beschlägen und der richtigen Dübeltechnik geht man solche Risiken von vornherein nicht ein und hat garantiert lange Freude an einer funktionalen und schönen Dusche.   

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4.3 DIN-Normen

Bereits seit dem ersten September 2006 gilt für alle Ganzglasduschen verbindlich die DIN EN 14428 und sie erhalten eine entsprechende CE-Kennzeichnung. Das Glas muss so die folgenden Sicherheitseigenschaften aufweisen: Bruchfestigkeit sowie Beständigkeit gegenüber Nass- und Trockenwechsel sowie gegenüber Fleckenbildner und Chemikalien. Die Oberflächen der Beschläge müssen eine Beständigkeit gegenüber Korrosion und Reinigungsmittel vorweisen können. Zudem müssen sie ihre Haltbarkeit durch eine genau angegebene Anzahl an Öffnungs- und Schließungszyklen zeigen. Die DIN EN 14428 schreibt zudem einen Nachweis der Gebrauchstauglichkeit der Dusche hinsichtlich Standfestigkeit und Spritzwasserschutz vor.   

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5. Bestellung & Lieferung einer Glasdusche

Die Bestellung und Lieferung einer Glasdusche ist mit Hilfe des Internets für den Nutzer unkompliziert und einfach geworden. Im Folgenden sollen kurz die verschiedenen notwendigen Schritte für die Bestellung und Lieferung einer Ganzglasdusche aufgeführt werden.

5.1 Beim Fachhandel bestellen

Viele Menschen haben nach wie vor eine gewisse Hemmschwelle gegenüber Fachbetrieben. Sie erwarten hier automatisch einen hohen Preis und längere Lieferzeiten. Beim Kauf einer Echtglasdusche bietet der Fachhandel jedoch einige Vorteile, die der Kunde sich klar machen sollte. Auch der Fachhandel bietet in vielen Fällen eine unkomplizierte Bestellung über das Internet. Für den Nutzer ist hier ein klarer Vorteil, dass er sich beim Fachhandel so viel Expertise dazu kaufen kann, wie er es sinnvoll findet. Bei einem einfachen Vertriebspartner, wie beispielsweise einem Baumarkt, wird es für den Kunden deutlich schwerer, eine fachkundige Auskunft zu erhalten sowie einen erweiterten Service in Anspruch zu nehmen. Gerade in Fällen von Sonderanfertigungen ist der Fachhandel die richtige Adresse. Hier kann man mit fachkundiger Unterstützung die passenden Elemente für seine Ganzglasdusche auswählen und diese unkompliziert bestellen.

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5.2 Hochwertige Duschbeschläge

Der Fachhandel bietet neben den qualitativ überzeugenden Glasscheiben auch die dazu passenden hochwertigen Duschbeschläge. Diese müssen auf die Duschform, die Glasstärke und das Gewicht angepasst ausgesucht werden. Was für den Laien an einigen Stellen vielleicht undurchsichtig wirkt, wird an dieser Stelle vom Fachhandel erklärt. Auf diese Weise kann man sich sicher sein, dass die Echtglasdusche am Ende nicht nur optisch im Badezimmer glänzt, sondern zugleich durch ihre Funktionalität im Alltag von sich überzeugen kann.

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5.3 Lieferung & Verbringung an den Montageort

Da man in den seltensten Fällen über ein Auto verfügt, das alle Elemente einer Echtglasdusche fassen könnte, bietet sich hier das Nutzen des Lieferservices an. Das Glas wird fachmännisch für den Transport vorbereitet. Die Kanten und Ecken werden so geschützt verpackt, damit das Glas unbeschädigt an seinem neuen Wirkungsort ankommen kann. Man sollte sich bei der Lieferung vorab anschauen, bis wohin sie gilt und sie sinnvollerweise bis an den konkreten Montageort bestellen. Der Kunde sollte überprüfen, ob für seinen Wohnort ein Bring-in-Dienst angeboten wird und welche zusätzlichen Kosten dafür anfallen. Hier sind die Angebote je nach Glaslieferant und dem Wohnort des Kunden unterschiedlich. Wie auch bei Glasinnentüren oder Ceranfeldern ist es auch bei Echtglasduschen sinnvoll, eine zusätzliche Glasversicherung abzuschließen, um eventuelle Beschädigungen am Glas regulieren lassen zu können.

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5.4 Montage

Bei der sich anschließenden Montage der Echtglasdusche kann man zwischen zwei Varianten wählen. Wenn man ein gewisses handwerkliches Geschick mitbringt, kann man die Glasdusche selbst anbringen. Im anderen Fall kann man auf die Montage durch den Fachhandel oder den Montagepartner zurückgreifen.

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5.4.1 Selbstmontage

Für die Selbstmontage sollte man gewisse Grundkenntnisse mitbringen, damit die gut konzipierte Dusche nicht durch einen fehlerhaften Aufbau am Ende doch nicht funktional ist. Neben den Grundkenntnissen ist auch handwerkliches Geschick für den sicheren Aufbau von Vorteil. Es empfiehlt sich zudem, den Aufbau immer zu zweit anzugehen. Schließlich kann man die Scheiben nicht halten und gleichzeitig etwas anbringen. Naturgemäß bringt die Selbstmontage auch immer ein gewisses Risiko mit sich. Sie ist daher wirklich ausschließlich denjenigen zu empfehlen, die sich mit der Materie gut auskennen.

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5.4.2 Montage durch den Fachhandel oder Montagepartner

Wenn man unsicher ist oder auch einfach über wenig Zeit verfügt, sollte man den Service nutzen und sich die Echtglasdusche im Bad aufbauen lassen. Dadurch spart man Zeit und ist technisch auf der sicheren Seite. Die Montage erfolgt fachgerecht und korrekt. Man selbst spart sich Ärger und kann sich im Anschluss über die Echtglasdusche freuen.

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6. Glasdusche reinigen

Um sich möglichst lange über seine Dusche zu freuen, sollte man diese regelmäßig gut reinigen.  Ohne regelmäßige Reinigung bilden sich auf den schönen Scheiben sonst über kurz oder lang Schlieren oder auch lästige Kalkablagerungen - beide sorgen eher für unansehnliche Bad-Effekte. Damit das Zusammenleben mit der Glasdusche möglichst streifenlos funktioniert, gibt es einige Tipps, die das Reinigen zu einem echten Kinderspiel werden lassen.

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6.1 Fensterabzieher verwenden

Bei der Echtglasdusche gilt der einfache Leitsatz: Wer regelmäßig reinigt, gewinnt. Wer zuletzt morgens ins Bad geht, zieht die Scheiben einmal schnell mit einem Fensterabzieher ab. Das geht mit etwas Übung routiniert und schnell. Regelmäßig ausgeführt, verhindert das Abziehen jegliche Kalkablagerungen auf den Scheiben. Wer so jeden Tag am Ball bleibt, muss nicht später einmal kräftig putzen. Und man freut sich jeden Tag über eine saubere Echtglasdusche mit Durchblick.

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6.2 Glasreiniger und Reinigungstücher

Sanfte Reinigung ist für die Scheiben im Übrigen auch besser als die Anwendung von aggressiverem Putzmittel. Hier gilt Essigwasser als wahres Wundermittel. Die schlichte Mischung aus Wasser und Essig im Verhältnis 2:1 sorgt für blitzeblanke Scheiben. Wem der Geruch von Essig in seinem Bad nicht gefällt, kann auch Zitronenwasser zur Reinigung der Echtglasdusche verwenden. Hierfür einfach einen guten Schuss Zitronensaft in das Putzwasser hinzufügen und die Scheiben damit sanft reinigen. Ebenfalls einen schönen Geruch hinterlässt Weichspüler für die Waschmaschine in der Duschkabine aus Echtglas. Dieser reinigt sanft die Scheiben und hinterlässt einen schönen Geruch nach frischer Wäsche im Bad.

Bei leichten Verschmutzungen auf den Scheiben der Echtglasdusche kann dem Putzwasser auch eine kleine Menge an Klarspüler hinzugesetzt werden. Wie auch im Geschirrspüler sorgt dieser auch bei den Echtglasscheiben für idealen Glanz. Bei besonders hartnäckigen Flecken auf den Scheiben kann der Klarspüler auch direkt  auf die Stelle aufgetragen werden. Der Klarspüler kann im Anschluss nach einer kurzen Einwirkungszeit mit kaltem Wasser abgespült werden. Im Anschluss an jede Behandlung mit Klarspüler müssen die Scheiben der Echtglasdusche poliert werden.

Das Reinigungstuch muss ein weiches Tuch sein. Mikrofasertücher, wie sie teilweise für Fensterscheiben empfohlen werden, hinterlassen kleine Kratzer auf den Scheiben einer Echtglasdusche. Mit der Zeit wird die Scheibe so durch das Putzen immer mehr zerkratzt. Eine gute Möglichkeit bietet auch der Putzstein. Der kleine Allrounder im Haushalt ist auch für die Echtglasdusche ideal geeignet. Der beigelegte Schwamm wird kurz am Putzstein gerieben. Um Schaum zu erzeugen, wird der Schwamm ein paar Mal zusammengedrückt. Mit diesem Schaum werden die betroffenen Stellen eingerieben und nach kurzer Einwirkungszeit wird alles mit klarem Wasser abgespült.

Wer auf ein spezielles Mittel zurückgreifen möchte, sollte ein regenabweisendes Mittel zur Reinigung der Echtglasdusche verwenden. Diese sorgen für den sogenannten Lotus-Effekt - das Wasser sowie Schmutzpartikel perlen von der Scheibe ab. Wer  von vornherein den Aufwand geringer halten möchte, entscheidet sich für eine hochwertige Versiegelung des Glases durch Hersteller wie BriteGuard oder Clearshield oder direkt für das qualitativ überzeugende Duschglas von Clarvista. Generell gilt, wer konsequent seine Echtglasdusche reinigt und pflegt, wird an einem qualitativ hochwertigen Modell lange Freude in seinem Badezimmer haben.    

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6.3 Nicht vergessen: Dichtungen reinigen

Viele vergessen über den Scheiben einer Echtglasdusche die unsichtbaren oder zumindest doch weniger auffälligen Dichtungen. Diese sind jedoch nicht zu unterschätzen bei der generellen Reinigung der Echtglasdusche als wichtiger hygienischer Punkt. In den Dichtungen können sich ohne regelmäßige Reinigung Kalk und Schimmel bilden. Sie können dadurch porös werden und damit ihre Aufgabe nur noch teils bis gar nicht mehr ausführen.

Eine regelmäßige Reinigung der Dichtungen sorgt für mehr Hygiene im Bad und zugleich für eine längere Haltbarkeit der Dichtungen. Auch hier sollte auf aggressive Reinigungsmittel verzichtet werden. Lieber sollten die Dichtungen einmal mehr mit einem weichen Lappen abgewischt werden, so dass scharfe Reinigungsmittel gar nicht notwendig werden. Ein weiterer Pluspunkt der regelmäßigen Reinigung der Dichtungen: man behält die Dichtungen seiner Echtglasdusche im Blick. Auch bei den qualitativ hochwertigen Echtglasduschen müssen die Dichtungen regelmäßig ‚gewartet‘ und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

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7. Wie sicher ist eine Glasdusche?

So schön die meisten Menschen Glas finden, bleiben bei ihnen doch noch Zweifel, wie sicher Glas tatsächlich ist. Es wirkt durch seine Beschaffenheit stets filigran - für die Optik schön, für das Sicherheitsgefühl jedoch eher schwierig. Gerade in einem Raum wie dem Badezimmer, in dem sich der Benutzer regelmäßig ohne Schuhe und vollständig nackt aufhält. Auch bei der Echtglasdusche scheint die Sicherheit regelmäßig ein Faktor bei der Entscheidung gegen eine solche zu sein. Dabei sind die Scheiben aus Einscheibensicherheitsglas sicher. Auch wenn sie zerspringen sollten, täten sie dies in kleine Splitter ohne scharfe Kanten. Dieses um 1930 zunächst für Windschutzscheiben verwendete Glas wird in solch sensiblen Bereichen eingesetzt, damit das Verletzungsrisiko möglichst gering gehalten werden kann. Schließlich kann ein Bruch bei Glas nie vollständig ausgeschlossen werden. Auch bei Echtglasduschen gibt es so etwas wie einen Spontanbruch oder den Bruch durch Außeneinwirkung.  Man kann jedoch versuchen, die Glasduschen so sicher wie möglich zu machen.

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7.1. Glasduschen sicher machen

Eine einfache Möglichkeit die Echtglasdusche zusätzlich zu sichern, ist das Aussteifen der Scheiben. Hierdurch werden sensible Stellen noch einmal zusätzlich gestützt und damit die Konstruktion der Echtglasdusche in sich stabiler gemacht. So kann sie Druck von außen besser und länger standhalten. Bei einigen Konstruktionen ist das Aussteifen der Echtglasdusche notwendig und wird von den Fachbetrieben dementsprechend auch empfohlen. Bei anderen Konstruktionen reicht es ein dickeres Glas zu verwenden, um die Glasdusche optimal zu sichern.

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7.2 Spontanbruch

Bei Einscheibensicherheitsglas (ESG) kann es in seltenen Fällen zu einem Spontanbruch kommen. Dieser kann  aufgrund von Nickelsulfid-Einschlüssen erfolgen.  Zu diesen Einschlüssen kann es durch Verunreinigungen während der Glasschmelze kommen, die sich kaum verhindern lassen. Diese Nickelsulfid-Einschlüsse können sich im Laufe der Zeit um bis zu vier Prozent ausdehnen. Dabei kommt es zu Spannungen in der Scheibe, da sich Glas und Nickelsulfid bei Temperaturerhöhungen verschieden dehnen. Während des Vorspannprozesses entsteht eine hohe Zugspannung im Glasinneren. Kommt es nun infolge von Temperaturerhöhungen zu zusätzlicher Spannung, kann diese Spannung die Glasfestigkeit überschreiten. Auf diese Weise kommt es zum sogenannten Spontanbruch.

Einen Spontanbruch kann man an den zwei schmetterlingsförmigen Bruchstücken im Bruchursprung erkennen. In dessen Mitte befindet sich der Einschluss. Mit der Hilfe von mikroskopischen Untersuchungen können die Einschlüsse als Ursache für den Bruch nachgewiesen werden. Eine chemische Untersuchung gibt weiteren Aufschluss über die Gründe für den Spontanbruch, da auch andere Stoffe für eine Verunreinigung sorgen können. Dem Spontanbruch durch Nickelsulfid-Einschlüsse kann man wirkungsvoll mit einer zusätzlichen Wärmebehandlung entgegenwirken.

Diese Methode bezeichnet man als Heißlagerungstest, auch Heat-Soak-Test. Über einen Zeitraum von acht Stunden wird das Glas erneut auf eine Temperatur von ungefähr 290 Grad erwärmt. Sollte es vorher zu Nickelsulfid-Einschlüssen gekommen sein, würde die Scheibe im Verlauf dieses Prozesses im Ofen zerspringen. Der Heat-Soak-Test ist dann aussagekräftig, wenn an jeder Stelle der Scheibe mindestens zwei Stunden lang eine Temperatur von 290 Grad erreicht wurde. Um dies zu gewährleisten, müssen die verwendeten Öfen einen ausreichenden Platz zwischen den einzelnen Scheiben lassen. Scheiben, die diesen Test bestehen, besitzen noch ein Restbruchrisiko von ca. 1 Bruch auf 20.000 qm Glas. Der Heat-Soak-Test ist für Glasduschen nicht generell vorgeschrieben, kann aber als optionale Leistung dazu gewählt werden.

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8. Vor- und Nachteile einer Glasdusche

Achtet man auf die Qualität, ist eine Echtglasdusche eine zunächst durchaus kostspielige Investition. So sollte vorab natürlich gut abgewogen werden, welche Punkte für eine solche Echtglasdusche im Badezimmer sprechen und welche Argumente es gegen eine Echtglasdusche gibt. Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile der Duschkabine aus Glas benannt. 

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8.1. Gestaltung und optische Wirkung

Die ganz offensichtlichen Vorteile einer Glasdusche aus Glas gegenüber einer klassischen Dusche  liegen im optischen Bereich. Unabhängig von der Größe des Badezimmers setzt eine Echtglasdusche in jedem Fall einen ästhetischen Blickfang. In einem kleinen und schmalen Badezimmer sorgt die Duschkabine aus Glas für den Eindruck von mehr Weite. Die durchsichtigen Scheiben begrenzen die Duschkabine ohne dabei den Blick des Nutzers einzugrenzen. Licht von einem Fenster kann durch die Scheiben den restlichen Raum beleuchten. Auf diese Weise kann eine durchaus geräumige Duschkabine auch in einem schmalen Badezimmer einen Platz finden.

Soll eine Duschkabine in einem größeren Badezimmer in Kombination mit einer Badewanne verwendet werden, können die verschiedenen Elemente auch in einem großen Raum beengend wirken. Eine Duschkabine vollständig aus Glas oder mit Glaselementen bringt auch in dieser Kombination eine gewisse Leichtigkeit in der Optik. Der Raum wirkt nicht mehr von unterschiedlichen Elementen durchbrochen, sondern erlangt Weite. Der Benutzer kann die verschiedenen Optionen für sich nutzen und fühlt sich in seinem Badezimmer wohl. Zugleich bietet eine Echtglasdusche eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Sie kann auf schmalem Raum untergebracht werden genauso wie sie eine Luxusgröße einnehmen kann. Sie lässt sich über Eck, rund oder auch mehreckig bauen.

Glas lässt sich aufgrund seiner Optik auch mit jedem anderen Baustoff ideal kombinieren. So kann man auch die Seitenteile der Duschkabine mauern und ausschließlich die Türen aus Echtglas einsetzen. Man kann die Wand des gesamten Badezimmers zueinander passend gestalten, ohne dass es aufgrund der Duschkabine einen Bruch in der Optik gibt. Eine Echtglasdusche wirkt in jeder Variation edel und hebt das Ambiente optisch.

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8.2. Langlebigkeit

Betrachtet man nun vor allem die Durchsichtigkeit einer Glasdusche als großen optischen Vorteil, muss man sich die Frage stellen, ob nicht auch Acrylglas reichen würde. Schließlich ist auch Acrylglas durchsichtig und lässt sich gut kombinieren. Bei Acrylglas sind jedoch rahmenlose Modelle nicht möglich, die gerade in kleinen Badezimmern den Eindruck von Weite erzeugen. Außerdem muss Acrylglas wesentlich schneller ausgetauscht werden, so dass der Preisvorteil von ihm gegenüber Echtglas eigentlich kein wirkliches Argument für die Verwendung von Acrylglas sein kann.

Acrylglas lässt sich deutlich schlechter reinigen als Echtglas. Anders als Echtglas, was sich durch ein regelmäßiges Abziehen der Scheiben gut und gründlich reinigen lässt, ist bei Acrylglas eine gründliche Reinigung aufwendiger. In den Rahmen des Acrylglases bildet sich schnell Schimmel und Kalk lagert sich dort ab. Bilden sich dort erst einmal Schimmel und Kalk, lassen sie sich nicht besonders gut entfernen. Der Rahmen erweckt so innerhalb kurzer Zeit einen unreinen Eindruck und hebt die Wirkung der durchlässigen Optik auf. Eine hochwertige Echtglasdusche muss bei regelmäßiger Pflege hingegen lange nicht ausgetauscht werden und wirkt weiterhin edel. Echtglas bringt eine große Beständigkeit mit sich und hat eine hohe Lebensdauer. So muss sich der Nutzer lange Zeit um seine Duschkabine keine Gedanken machen, sondern kann sie einfach nur nutzen. 

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8.3. Nachteile bei der Montage

Diesen Vorteil der Langlebigkeit muss man gerade bei der Montage im Hinterkopf behalten. Denn diese ist bei Echtglasduschen tatsächlich aufwendiger. Die Echtglasscheiben bringen deutlich mehr Gewicht mit sich als Scheiben aus Acrylglas es täten. Die Montage ist so aufwendiger und schwieriger durchzuführen. Sollte man sich für eine Eigenmontage entscheiden, so sind in jedem Fall bei einer Echtglasdusche zwei kräftige Menschen notwendig, die dies gemeinsam erledigen. Alleine ist der Aufbau einer Dusche aus Echtglas schlichtweg aufgrund des Gewichts nicht möglich. Zudem muss man bei der Montage der Echtglasscheiben natürlich auch vorsichtig sein, damit nicht einzelne Elemente der Dusche kaputt sind, weil man sie beispielsweise kurz auf eine Kante gelegt hatte.  

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8.4. Geräuschentwicklung

Etwas was viele Menschen bei der Echtglasdusche befürchten, ist eine hohe Geräuschentwicklung. Gerade in Haushalten mit mehreren Personen, in denen das Badezimmer neben einem Schlafraum liegt, ist die Geräuschentwicklung vorab natürlich eine interessante Frage. Schließlich möchte sich keiner regelmäßig wegen einer Dusche streiten. Ist also der Wasserstrahl in einer Echtglasdusche tatsächlich lauter als er es in einer Acrylglasdusche oder einem Duschvorhang aus grobem Kunststoff wäre?

Die klare Antwort auf diese Frage lautet: Nein. Stattdessen ist die Geräuschentwicklung in der Duschkabine aus Echtglas deutlich geringer als in einer vergleichbaren Duschkabine aus Acrylglas, und gleichmäßiger als in einer Duschkabine mit einem Duschvorhang aus grobem Kunststoff. In Duschkabinen mit Duschvorhängen aus grobem Kunststoff entwickeln sich ebenfalls laute und durch ihre Unregelmäßigkeit störende Geräusche. Auf diesen entwickelt der Wasserstrahl einen dumpfen, lauteren Ton als auf einer Echtglasscheibe. Übrigens, gerade im Bereich der Tür ist eine gute Dichtung hilfreich, um eine Geräuschentwicklung zu dämmen. Wenn das Wasser gerade von der Scheibe auf den Boden geleitet wird, ist das leiser, als wenn es von der Scheibe platscht.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Dusche tatsächlich für alle Nutzer groß genug geplant wurde. In einer zu schmal konzipierten Duschkabine aus Echtglas entwickeln sich natürlich deutlich mehr Geräusche durch den Aufprall des Wasserstrahls, als in einer Kabine mit mehr Bewegungsfreiheit. Es kommt bei der Geräuschentwicklung in einer Echtglasdusche auch noch einmal auf den Boden in der Duschkabine an. So scheinen rutschhemmende Bodenbeläge in den bodentiefen Duschkabinen Geräusche noch ein wenig mehr zu schlucken als die klassischen Duschtassen es tun. Also, mit einer guten Planung lässt sich die Geräuschentwicklung in einer Echtglasdusche durchaus geringer halten, auch wenn sie natürlich da ist.   

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8.4.1 Mietrecht

In der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle in der Öffentlichkeit, in denen sich Nachbarn über die Duschgewohnheiten ihrer Nachbarn beschwert haben. Wenn nun eine Glasdusche in einer Mietwohnung vorhanden ist und das Haus relativ hellhörig ist, lässt es sich tatsächlich nicht vermeiden, dass die Nachbarn das Duschen hören können. Schließlich entwickeln sich durch den Aufprall auf der Glasscheibe natürlich mehr Geräusche als in einer Duschkabine, die mit einem weichen Vorhang gesichert wird. Nach einem Urteil des Landesgerichts Köln ist Duschen und Baden den ganzen Tag und die ganze Nacht erlaubt.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf schränkt die Nutzung der Dusche jedoch auf einen Zeitraum von dreißig Minuten in der Nacht ein. Die beim Duschen oder Baden entstehenden Geräusche sind normale Gebrauchsgeräusche in einer Wohnung und sind zu akzeptieren. Jegliche Klauseln in Mietverträgen, die das nächtliche Duschen oder Baden verbieten oder einschränken sind so unwirksam. Generell gilt jedoch auch hier, auch wenn man gesetzlich auf der sicheren Seite ist und nächtlich duschen darf, sollte man zunächst das Gespräch mit dem Nachbarn suchen. Wenn sich dieser dauerhaft vom Duschverhalten belästigt fühlt, kann man vielleicht im Dialog eine gute Lösung finden. Vielleicht lässt sich die Wand zu ihm mit einem Schrank etwas dämmen oder auch von seiner Seite durch Möbelumstellen etwas an der Situation verändern. Sollte dies nicht möglich sein, hilft der direkte Dialog manches Mal einfach Verständnis für die verschiedenen Situationen aufzubringen und damit den Ärger zu minimieren.

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8.5. Glasduschen-Preise

Vergleicht man einmal die Preise bei den verschiedenen Ausführungen der Glasduschen, so beginnen sie im Baumarkt im niedrigen dreistelligen Bereich und gehen hoch in einen mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. Hier gilt noch einmal, wer am Anfang spart, zahlt am Ende drauf. Dies gilt sowohl für die günstigere und leichtere Variante mit Acrylglas als auch für die fertigen Glasduschen minderer Qualität. Die günstige Echtglasdusche wird schnell an verschiedenen Stellen Verschleiß zeigen. Die Scheiben sind putzaufwendiger und nehmen so mehr Zeit im Alltag in Anspruch. Je nach Ausführung der Echtglasdusche, gibt es jedoch auch bei identischer Qualität Unterschiede im Preis.

Wer so eine kleinere Duschkabine plant, die sich an den Standardmaßen einer Duschkabine orientiert, kann eine Echtglasdusche mit hoher Qualität gut umsetzen. Teurer werden größere Duschkabinen aus Glas, die von den gängigen Maßen abweichen. Hier lohnt es sich, noch einmal in sich zu gehen und sich zu überlegen, wie viel das Abweichen von der gewöhnlichen Duschkabine nach dem persönlichen Empfinden wert ist. Ist das Abweichen von der Norm nicht durch die räumlichen Bedingungen oder einen besonders großen Nutzer zwingend notwendig, sollte man lieber umplanen und an dieser Stelle sparen als an der Qualität des Glases.

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8.6 Vor- und Nachteile einer hochwertigen Echtglasdusche im Überblick

Nachteile:

  • einmalig hoher Preis
  • Aufwand bei der Montage
  • höhere Geräuschentwicklung als beispielsweise eine klassische weiche und hochwertige Duschabtrennung

Vorteile:

  • optisches Highlight im Badezimmer
  • aufgrund von hoher Variabilität in jedem Badezimmer möglich
  • hygienisch
  • Langlebigkeit und damit langfristig wenig kostenintensiv
  • lässt sich individuell für jede Lebensphase anpassen
  • niedrigere Geräuschentwicklung als Dusche aus Acrylglas und mit Duschvorhang aus grobem Kunststoff

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9. Tipps & Tricks für Ihre Traumdusche

Jeder hat eine gewisse Vorstellung von seinem idealen Badezimmer. In diesem spielt stets die Dusche eine zentrale Rolle. Mit diesen Tipps und Tricks kann man seine Traumdusche schnell in der Realität umsetzen.

1. Gute Planung ist das A und O.

Wie sieht der Raum aus - groß, klein, schmal? An welcher Stelle sollte die Dusche sein, damit sie ideal nutzbar ist? Wer wird die Dusche benutzen - sind Sondermaße aufgrund besonderer Größe und sonstigen Körperumfangs nötig? Braucht man auch eine Badewanne - trennt man diese ab oder baut man eine Duschkabine in der Badewanne?

2. Das Problem mit dem Boden - Duschtasse oder Fliesen?

Grundsätzlich gilt auch beim Boden der Duschkabine: Alles ist möglich. Ein Boden in Holzoptik, durchgehende Fliesen oder eine flache Duschtasse. Hier gilt es abzuwägen, in welchem Lebensabschnitt man sich befindet und wie man die Immobilie weiterhin nutzen möchte. Sollte es schon das Bad für den eigenen Lebensabend sein, so ist eine bodenebene Dusche eine gute Investition. Schließlich kann man nicht ausschließen, dass man eines Tages einen Rollator oder Rollstuhl nutzen muss. So oder so, ist es im Alter sinnvoll die Stolperfallen in der Wohnung zu beseitigen und dies ist gerade in einem Nassbereich mit erhöhter Rutschgefahr wie dem Badezimmer sinnvoll.

3. Echtglasdusche vom Fachhändler, aus dem Baumarkt oder eine Acrylglasdusche?

Sobald man eine Vorstellung hat, wie die Dusche aussehen soll, muss man sich entscheiden. Setzt man auf eine Echtglasdusche vom Fachhändler und zahlt einen höheren Preis oder wählt man eine feste Variante aus dem Baumarkt? Eine andere Alternative bietet die Acrylglasdusche. Bei beiden Alternativen zu den qualitativ hochwertigen Echtglasduschen sollte man an die versteckten Kosten denken. Möchte man so sein Badezimmer langfristig neu gestalten, sollte man auf Qualität setzen.

4. Realistisch sein.

Es ist ein schönes Gefühl, viel im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung mit den eigenen Händen umgesetzt zu haben. Es ist jedoch ein noch viel schöneres Gefühl, wenn die Sachen einwandfrei funktionieren. Deshalb ist es wichtig, dass man seine eigenen Grenzen kennt. Die Planung und die Montage einer Echtglasdusche bringen durchaus Tücken mit sich. Wenn man nun nicht aus einer handwerklich begabten Familie stammt oder selber mit der Materie wenig zu tun hat, ist es sinnvoll, sich kompetente Hilfe zu holen. Es macht zum einen Sinn, seine Planung von einem Fachbetrieb überprüfen zu lassen. Diese sehen mit ihrer Erfahrung schnell, wo in der täglichen Praxis Probleme auftauchen könnten. Auch die Montage kann man von einem Fachbetrieb ausführen lassen. Man sollte seine zeitlichen Ressourcen sowie seine Kompetenzen realistisch einschätzen und dementsprechend planen und handeln. Dann hat man lange uneingeschränkt Freude an seiner Echtglasdusche.

5. Die Beleuchtung in der Dusche.

Eine gute Dusche braucht natürlich auch ihre Lichtquellen, damit das Duschen zu einem positiven Erlebnis wird. Dies muss keineswegs besonders aufwendig sein, es reichen Spots in der Decke, die sich leicht einbauen lassen. Wichtig ist hierbei, dass man die richtigen Spots für den entsprechenden Schutzbereich wählt. Wer auch mit dem Licht gerne Akzente setzen möchte, sollte sich in einer Fachausstellung über die aktuellen Möglichkeiten informieren und sich in den Ausstellungsräumen inspirieren lassen.

6.  Die Glasdusche richtig pflegen.

Bei der Pflege der Echtglasdusche ist regelmäßig und schonend die passende Devise. Lieber jeden Tag abziehen und schonend reinigen als mit aggressivem Reiniger die Scheibe angreifen. Weiche Lappen statt Mikrofasertücher wählen, damit die Scheiben der Duschkabine nicht dadurch zerkratzen. Mit der richtigen Pflege freut man sich jeden Tag aufs Neue über seine Echtglasdusche.